Anmeldung für die Einreise in die USA Pflicht



25. Mai 2010

Allgemeines

Oha, das war mir so nicht bewußt. Wenn man in die USA einreisen möchte, dann braucht man für einen Besuch unter 90 Tagen zwar kein Visum, aber man muss sich dennoch im Vorfeld anmelden. Dazu gibt es von der ESTA online ein entsprechendes Formular.

Das gilt es auszufüllen und einzureichen, ansonsten ist nichts mit dem Besuch der USA.

Teil des Formulars sind dann auch wieder diese mehr als sinnigen Fragen wie zB

Waren Sie jemals oder sind Sie gegenwärtig an Spionage- oder Sabotageakten, an terroristischen Aktivitäten oder an Völkermord beteiligt, oder waren Sie zwischen 1933 und 1945 in irgendeiner Weise an Verfolgungsmaßnahmen in Zusammenhang mit dem Naziregime oder dessen Verbündeten beteiligt?

Welcher Terrorist gibt denn da Ja an?

Das ist doch bescheuert, Zeitverschwendung und unglaublich überflüssige Bürokratie. Oder hab ich da den Sinn irgendwie verpasst? Das bringt doch rein überhaupt nichts, oder?

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P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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14 Antworten zu “Anmeldung für die Einreise in die USA Pflicht”

  1. Tom Glasauer Sagt:

    Ausgerechnet wir Deutschen beklagen uns über Bürokratie? :mrgreen:

  2. Paul Sagt:

    Ehrliche Terroristen geben sowas aus Prinzip immer an! 😉 😀

  3. Sascha Sagt:

    Klar, da wird keiner „Ja“ angeben… außer irgendwelche Witzbolde vielleicht 😀

    Aber dennoch hat die Sache durchaus einen Sinn, wenn man es mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet: stell dir vor, da reist jemand ein, der in der Vergangenheit mal in dieser Richtung tätig war, ohne dass sich dies direkt gegen die USA und gegen Völkerrecht gerichtet hat, z.B. Sabotage gegen Staat XY, dem die USA zwar wohlgesonnen sind, aber wo der Sabotageakt als solcher eben keinen direkten Angriff auf die Vereinigten Staaten darstellte.

    Da kann es dann mitunter schwer werden, solche Leute festzunehmen oder aus dem Land zu werfen, weil diese eben nichts gegen die USA getan haben oder entsprechende Taten vielleicht einfach verjährt sind.

    Wenn derjenige aber, was anzunehmen ist, „Nein“ geschrieben hat, um eine Einreisegenehmigung zu erhalten, dann kann man ihn immerhin wegen falschen Angaben bei der Einreise dranbekommen.

    Das ist wie damals bei Al Capone. Als man ihn wegen seiner zahlreichen Verbrechen nicht belangen konnte, hat man ihn immerhin wegen Steuerhinterziehung hochgehen lassen können.

    Insofern sind solche kleinen Formalien gar nicht so dumm, wie sie auf den ersten Blick scheinen.

  4. Nila Sagt:

    Hmm, jetzt gucke ich aber. Ich reise Mitte Juni für 8 Tage nach New York. Ergo müsste ich dieses Formular wohl auch ausfüllen??! *grübel* 😮
    Da ich online Flug+Hotel gebucht habe, hat mich auch kein Reisebüro darauf hingewiesen.
    Naja, lol fülle ich es halt mal brav „staatsbürgerlich“ aus und drucke es gleich mal für die Reise aus. 😈
    Gut, dass ich das jetzt bei dir gelesen habe ❓

  5. Roger Sagt:

    Ich musste diese Fragen vor zwei Jahren auf Papier beantworten. Das war aber nur ein Teil des Prozederes:
    1. Befragung durch Sicherheitsangestellten (Wer hat Koffer gepackt, wo, wann? War der Rasierapparat in der Reperatur? etc.)
    2. Check-In
    3. Zwei Formulare (je eine A4-Seite) mit lauter solchen Fragen wie der oben erwähnten. Teilweise in sehr schlecht verständliche Bürokraten-English (und meine Sprachbegabung ist nicht schlecht)
    4. Befragung vom gleichen Sicherheitstypen wie vor dem Check-In (was haben wir gekauft, wo, welchen Kontakt hatten wir zu anderen Personen auf dem Gate)
    5. Boarding
    6. Frageblatt der Fluggesellschaft ausfüllen mit wieder ähnlichen Fragen

    Was das bringen soll? Keine Ahnung.

  6. embee Sagt:

    Die wollen ziemlich viel wissen, unter Anderem auch deine Krankheiten.

    Kreuz doch bitte die Terroristen-Frage einfach mal mit JA an, ich würde gerne mal wissen, was dann passiert. Wäre auch bereit für diesen Feldversuch etwas zu spenden, damit du dich dann eventuell auch aus den Gefängnissen von Amerika freikaufen kannst. 😀

  7. Fulanos Worte Sagt:

    Ich weiß von einem Kumpel, dass es keine gute Idee ist, aus Spaß irgendwo mit ja zu antworten. Bei ihm waren zehn Jahre Einreiseverbot die Folge. Da verstehen die Amis keinen Spaß.
    Gruß
    Fulano

  8. Matthias Sagt:

    Oha, dann lass ich das mit der Falschangabe lieber.

    Muss ja beruflich in die USA, und den Termin will ich auf keinen Fall verpassen, ausserdem will ich ja mit einem iPad wieder zurück kommen 😉

  9. Roger Sagt:

    Jap, da verstehen die Amis gar keinen Spass.

    Auch leicht absurd: Im Lift sollte man den Leuten nicht in die Augen schauen, Amerikaner empfinden das als beängstigend/angriffig.

  10. Claudi Sagt:

    Ey die Amis haben echt so ein Ding zu rennen…

    Seit wann muss man diesen Quark denn ausfüllen?
    Was ist wenn man das nicht tut, dann wird man beim Check über dem Großen Meer rausgeworfen oder was? 😉

    Ich versteh die manchmal echt nicht, aber ich glaub die versteht keiner 😛

    Da soll sich mal einer über die deutschen Ämter beschweren…

  11. Rolf Sagt:

    Ich musste schon 1958 schwören, dass ich keiner Kommunistischen Partei angehöre usw. Aber in den 60er Jahren konnte Gorbatschow dann doch einreisen… und hat den Amis mit dem Schuh gedroht. Geworfen hat in dann erst Muntasar al-Saidi in Baghdad gegen den Bush’li. lol ➡

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