Bewerbungsgenerator: Erstelle Deine Bewerbung jetzt direkt online



22. November 2010

Allgemeines

Wow, eine richtig runde Sache haben die Kollegen von StepStone da auf Bewerbung.de auf die Beine gestellt. Und nein, ich meine nicht die Anschreiben oder Bewerbungsvorlagen, sondern den neuen Bewerbungsgenerator.  Einzigartig in Deutschland, zumindestens habe ich nichts vergleichbares online gefunden, und das Ganze ist auch noch kostenlos.

Du kannst dort in 5 Schritten eine komplette Bewerbung erstellen, inklusive Anschreiben, Deckblatt und Lebenslauf. 10 Minuten soll das laut StepStone dauern. Gut, ich habe ein bischen mehr gebraucht, musste aber auch die Daten für den Lebenslauf nachschauen, was weiss ich schon, wann ich aufs Gymnasium gekommen bin, ist ja eine Ewigkeit her.

Einmal mit dem Bewerbungsgenerator gestartet, führt Dich die Seite in 5 Schritten komplett durch den Prozess, in dem Du am Ende eine komplette Bewerbung als PDF hast. Diese Bewerbung kannst Du dann online auf der Seite in Deinem Account speichern (ist alles gratis!) , und jederzeit erneut ausdrucken oder modifizieren.

Schritt 1: Deckblatt
Als erstes geht es um ein paar grundlegende Daten, wie Name, Adresse und Kontaktdaten. Unten auf jeder Seite gibt es einen Vorschau-Knopf, mit dem Du Dir den aktuellen Status ansehen kannst (Klick macht groß):

Übrigens:
Das Deckblatt ist der erste Eindruck Deiner Bewerbung (nach dem Umschlag), und bekanntlich zählt der erste Eindruck.. Finde das Deckblatt hier sehr gelungen, das kann einiges.

Schritt 2: Lebenslauf
Gut, nun braucht man noch einen anständigen Lebenslauf. Der Inhalt ist keine Raketentechnik, aber am Design kann man schonmal eine ganze Zeit sitzen, schliesslich soll der Lebenslauf ja nicht nur stimmig sein, sondern auch gut aussehen.

Im zweiten Schritt kannst Du alle möglichen Daten für den Lebenslauf eingeben, schulischer Werdegang, Studium, Zivildienst und so Zeug. Wie immer kannst Du jederzeit unten auf der Seite die Vorschau starten, wie Deine Bewerbung bis jetzt aussieht (Klick macht groß):

Ein bisschen schade finde ich, dass man hier die Unterschrift wohl vergessen hat, oder ich habe das übersehen. Ich möchte das PDF am liebsten direkt verschicken, aber dazu muss ich da irgendwie meine Unterschrift reinbekommen, ein Upload für eine Grafik mit der Unterschrift wäre toll.

Schritt 3: Anschreiben
War der Lebenslauf noch recht einfach,  schliesslich weiss man ja was da reingehört, so kann man am Anschreiben leicht verzweifeln. Da trennt sich die Spreu vom Weizen, und da werden aus Führungskräften blutige Anfänger.

Um so mehr hat mich dieser Generator überrascht. Dort kann man aus verschiedenen Textbausteinen (die basieren auf Deinen Eingaben aus den beiden ersten Schritten) seinen eigenen Text erstellen. Und man kann nicht nur verschiedene vorgegebene Bausteine nutzen, man kann auch jederzeit die Texte abändern oder erweitern (Klick macht groß):

Hat man den perfekten Text erstellt, kann man sich das Ergebnis als richtiges Anschreiben anzeigen lassen (Klick macht groß):

Das ist mal der Hammer! Ich brauche für diese Anschreiben immer ewig, und finde trotzdem nie die richtigen Worte. Hiermit wird das wirklich einfach, und man muss ja nichtmal den Text von der Stange nehmen, man kann ja prima den vorgeschlagenen Text individuell anpassen.

Schritt 4: Design
Nun ist die Bewerbung fast fertig, muss aber noch richtig eingekleidet werden, schliesslich soll nicht nur der Inhalt überzeugen, sondern auch die Aufmachung.

Dazu kannst Du dort aus verschiedenen Designs auswählen und suchst die Aufmachung aus, die am besten zu Deinem potentiellen Arbeitgeber und zu Dir passt (Klick macht groß):

Schritt 5: Abschluß
Fertig. Nun kannst Du Dich dort kostenlos anmelden um auch in Zukunft auf Deine Bewerbung zugreifen zu können und um Deine Eingaben zu speichern. Damit kannst Du später, wenn Du Dich mal erneut bewerben möchtest, einfach Deine bestehende Bewerbung erweitern.

Du kannst diese Bewerbung aber auch direkt als PDF speichern oder sie Dir per Mail zuschicken lassen (Klick macht groß):

Fein finde ich, dass StepStone hier konsequent auf jede Werbung verzichtet. Kein Hinweis auf den Generator in dem PDF, damit wäre das Teil ja auch wertlos, und auch keine Werbung im Generator selber. Und ich finde es super, dass dieser Service komplett kostenlos ist.

Fazit
Eine rundum tolle Sache die das Erstellen einer Bewerbung sehr erleichtert. Und durch die Option mit dem Speichern, werde ich auch in ein paar Jahren die gleiche Vorlage nutzen können, muss also meine Bewerbung nicht komplett neu erstellen.

Und durch die Textbausteine beim Anschreiben, bekommt man nicht nur eine super Vorlage, man kann damit am Ende eine richtig gute Bewerbung erstellen. Daumen eindeutig hoch!

Was ist mit euch? Jemand das mal getestet? Wie findet ihr den Bewerbungsgenerator von StepStone?

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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15 Antworten zu “Bewerbungsgenerator: Erstelle Deine Bewerbung jetzt direkt online”

  1. Chris Sagt:

    Also ich mag solche Generatoren gar nicht – lassen sie doch die persönliche Note des Bewerbers gar nicht zu, was aber auch manchmal von Vorteil sein kann, wenn man manche Bewerbungen so sieht. 🙂

    Für DAUs und Leute, die einer hochwertigen Bewerbung keinen großen Stellenwert beimessen, aber sicherlich ein gutes Werkzeug.

    Ich erstelle Bewerbungen z. B. nur in FreeHand und erreiche so, durch größtmögliche Individualisierung, eben eine ganz persönliche Bewerbung für jeden einzelnen.

  2. stang2k Sagt:

    Also generell finde ich die Ideen ganz gut, da sie einem vor allem viele wichtige Anreize für das Anschreiben geben. Trotzdem fehlt mir, wie auch schon bei Chris, einfach die persönliche Note.

    Man muss sich als Produkt verkaufen und auch so vorstellen. So etwas gelingt nur gaaaaaaanz selten durch einen Generator. Somit muss ein eigenes Layout und viel persönliches hinein. Die merken oft schnell ob sich jemand eine schreiben lassen hat oder sie durch einen Generator gejagt hat. Spätestens beim Vorstellungsgespräch wird dies deutlich.

  3. Matthias Sagt:

    Aber das macht ja den Generator so sexy.. Du bekommst mit den Textbausteinen eine Vorlage, die Du dann anpassen kannst..

    Mir fehlt meist der grundlegende Ansatz, die Feinheiten gehen dann ja leichter..

    Und wenn man nicht so der Grafiker ist, dann ist es recht schwierig was gutaussehendes auf die Beine zu stellen, ich spreche da aus eigener erfahrung..

  4. stang2k Sagt:

    Also ich habe jetzt erst Bewerbungen schreiben müssen. Bezüglich der Ansätze gebe ich dir da recht, steht ja schon oben, allerdings gibt es genug (zumindest im Handwerk), die dann die Bewerbung entweder so umstellen, dass gar nichts mehr passt, oder sie so fertig abschicken.

    Ich habe mal zur Bewerbungsverwaltung – kleiner Ansatz – von Wiso Bewerbung 3.0 verwendet. Auch dort konnte man sich Bewerbungen zusammen stellen, fand ich allerdings nicht so gut. Da scheint der Generator besser zu sein.

  5. FrauOlsen Sagt:

    Ich bin – leider – mittlerweile Bewerbungsprofi und kann grundsätzlich nichts gegen diesen Generator sagen. Um ein Grundgerüst zu fertigen, welches man nachher noch verfeinern kann ist er anscheinend sogar richtig gut.

    Aber in einem Punkt muss ich dir leider widersprechen: Das Deckblatt ist völlig unnötiges Beiwerk, welches jeden Personaler eher in den Wahnsinn treibt und ganz bestimmt kein Dokument, welches einen ersten Eindruck vermittelt. Das Deckblatt ist so ähnlich wie eine Bewerbungsmappe, die man dreimal aufklappen und die Unterlagen nachher umständlich wieder in eine Schiene zuppeln muss.
    Das Anschreiben IST und BLEIBT die Visitenkarte einer Bewerbung und mehr als Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse wollen Personaler auch nicht sehen und durchblättern müssen!

  6. Matthias Sagt:

    Kann da ja nur meine eigene Meinung zu einbringen, und ich bekomme nicht viele Bewerbungen.

    Aber mein erster Blick ist immer auf das Deckblatt, wenn es das denn gibt, und wenn das schon irgendwie doof oder falsch ist…

    Aber Du hast natürlich Recht, am Ende müssen die Inhalte überzeugen..

    Drücke Dir die Daumen…

  7. Sascha Sagt:

    Also ich finde das Teil richtig klasse!
    Und dadurch, dass man sein Anschreiben auch noch individuell bearbeiten kann, ist die persönliche Note absolut drin.
    Und als Personaler fänd ich das Ding genial. Endlich keine bewerbungen mit 600 Anhängen mehr.
    Also – Hut ab! Gute Seite, gutes Tool!

  8. FrauOlsen Sagt:

    Danke! Das ist sehr lieb von dir, aber ich habe mittlerweile eine Arbeit. Bei einem Personalberater/-vermittler 😀
    Ich bin meistens nur der Bewerbung-Schreib-Fuzzi für Familie und Freunde.

  9. Rainer Meyer Sagt:

    Vielen Dank für die Infos, die ich auch in meinen Blogbeitrag berücksichtigt habe.

    http://www.dir-info.de/nachrichten/beruf-bildung/bewerbungs-generator-bei-bewerbung-de-20101037

    Hilfreich waren auch die Kommentare, die die Notwendigkeit einer spezifischen Bewerbung deutlich machen. Nur auf den Generator setzen, ist sicherlich verkehrt, aber dass der Generator eine Hilfe ist, kann nicht bestritten werden.

  10. Tim Sagt:

    Einerseits interessant und praktisch, andererseits durchaus entlarvend, wie überflüssig insbesondere das persönliche Anschreiben mittlerweile geworden ist. Selten sieht man mal eines, das aus sonderlich viel mehr als ein paar aneinandergereihten Floskeln besteht. Und die selbstgeschriebenen sind dann meistens auch noch voller Fehler. O tempora!

  11. Mandy Sagt:

    Ich bin auch sehr zufrieden. Habe aber ein Problem.
    Im 2 Abschnitt Lebenslauf, habe ich Probleme wenn man arbeitslos wahr. Es sieht ja doof aus wenn ich Branche, position, Arbeitgeber… Rein schreibe. Aber ohne die Angaben komm ich nicht weiter. Es zeigt mir dann Fehler auf.
    Kann mir bitte jemand helfen wie ich das umgehen kann?

  12. Hilfe passt immer Sagt:

    Ich finde den Generatorgedanken prima, vor allem wenn man bedenkt, dass er vielen helfen wird, die nicht in der Lage sind, alleine eine halbwegs korrekte und fehlerfreie Bewerbung zu erstellen. All diesen Arbeitssuchenden wird dadurch Sicherheit gegeben und vielleicht sind diese Bewerbungen am Ende trotz weniger persönlicher Bearbeitung noch besser, als wenn man selbst erstellt irgendetwas abliefert. Ein solcher Generator ist sicherlich auch nicht für die Zielgruppe „Manager“ gedacht, sondern eher für die, die wirklich über jede Hilfe froh sind. Dass das ganze kostenlos ist, ist sicherlich auch noch einen Aspekt wert. Von daher vielen Dank, Matthias, für den Artikel.

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