So einfach wie gut: Call A Bike



12. Juli 2010

iPhone und iPad

Gute Ideen können manchmal so einfach sein, aber dann einfach nicht genutzt werden. So scheint es auch mit der Aktion Call A Bike von der deutschen Bahn zu sein.

Prima Idee, an jeder Ecke stehen Leihfarräder zur Auswahl, man schnappt sich ein solches Fahrrad, bewegt sich energiesparend durch die Stadt und kann das Bike an jeder beliebigen Stelle wieder abstellen. Und dabei sind das wirklich gute Fahrräder.

Und gepaart mit der kostenlosen App fürs iPhone (iTunes Link) wird dann eine richtig runde Sache draus. Getestet haben wir das Ganze letztens in Berlin. Erstmal wird mit der App ein freies Fahrrad gesucht. Und siehe da, in Berlin gibt es haufenweise Fahrräder die man sich dann schnappen kann (jeder rote Punkt ist mindestens ein Bike):

Alos losmarschiert zum nächsten Fahrrad, es waren nur ein paar Minuten und wir konnten direkt aus mehreren Fahrrädern eines aussuchen. Danach muss das entsprechende Fahrrad ausgeliehen werden. Dazu muss man sich einmal mit seiner Kreditkarte bei der Bahn anmelden (geht innerhalb weniger Minuten, direkt über die App).

Man sieht dann die Räder die im Umkreis stehen, klickt drauf und hat das Fahrrad. Ohne iPhone geht das natürlich auch, man muss dann die Telefonnummer auf dem Fahrrad anrufen.

Danach bekommt man dann am Telefon oder eben direkt in der iPhone App einen Code mit dem man das Fahrrad aufschliessen kann. Danach kann direkt losgefahren werden.

Jetzt kann man so lange wie man will mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren. Man kann es auch abschliessen und dann wieder weiter benutzten, zahlt aber dann eben die Pause auch mit. Dafür kann es dann niemand anders ausleihen.

Hat man genug vom Leihfahrrad, dann kann man es mit der gleichen Prozedur wieder zurückgeben. Dazu kann man das Fahrrad einfach irgendwo an einer Kreuzung abstellen, muss es also nicht zu einem bestimmten Punkt bringen.

Man muss das Rad nun abschliessen und bekommt dann wieder einen Code. Den gibt man am Telefon ein oder eben in der iPhone App. Danach hat man den Leihvertrag beendet und bekommt eine entsprechende Abrechnung. Man zahlt also nur die Zeit zwischen Ausleihen und Abgeben:

Gut, das ist mit fast 4 Euro die Stunde nicht ganz billig, aber wenn man mal eben von A nach B fahren will, oder als Tourist, wie wir, eine Stadt erkunden will ist das eine super Sache.

Wir waren richtig begeistert wie einfach das Ausleihen funktioniert und hatten uns schon auf die Bikes in Düsseldorf gefreut. Aber nichts da. In Düsseldorf kann man die Fahrräder nur am Hauptbahnhof abholen und muss sie auch dort wieder zurückgeben!?

Das kann doch nicht deren Ernst sein, oder? Das bringt ja dann mal absolut gar nichts! Totaler Fail, so kann das natürlich nichts werden. Finde ich sehr schade.

Fazit
Wenn das Angebot an Fahrrädern, wie in Berlin, entsprechend gross ist, ist das eine super Sache. So einfach kann man aufs Auto oder Taxi verzichten und sieht gleichzeitig einiges mehr von der Stadt. Und mit dem iPhone als Navi kann man dann auch direkt die richtigen Routen finden, denn der MobileNavigator (iTunes Link) bietet ja auch Routen fürs Fahrrad an. Prima Sightseeing ist damit fast garantiert.

Sehr schade das es dies nicht in allen Großstädten gibt, zumindestens in Düsseldorf vermissen wir sowas.

Wie sieht das bei euch aus? Schonmal jemand ein Bike gecallt? Gibts das auch bei euch zuhause und was haltet ihr davon?

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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10 Antworten zu “So einfach wie gut: Call A Bike”

  1. Gilly Sagt:

    Wir haben die Bikes in München genutzt und waren schwer begeistert. Nicht nur, dass der Leihvorgang schnell, unkompliziert und günstig ist, die Bikes fuhren sich auch prima!

  2. göre Sagt:

    wow, die dinger sind ja echt teuer! wenn man bedenkt dass man für 2,10 schon mit den öffentlichen 2 stunden fahren kann… und mit bussen sieht man auch viel… naja, iass man für 2,10 schon mit son radfahrfan vielleicht liegts auch daran, aber ich find die dinger häßlich und fands schon immer blöd der deutschen bahn mehr in den rachen zu werden als nötig*g. ich laufe lieber, da hat man auch mal zeit wo reinzugehen, nen foto zu machen und sich richtig umzugucken. aber cooler beitrag, interessant zu sehen, wie man son ding beweglich macht*g

  3. Konstantin Sagt:

    gut aber Vorsicht! Die Bikes dann wieder am besten an einer Kreuzung abstellen, sonst würden zusätzliche Kosten abgebucht 👿

  4. Matthias Sagt:

    stimmt, der preis ist noch arg hoch, aber dafür gibt es gepflegte fahrräder und man hat eine wesentlich höhere reichweite als zu fuss.

    und in einer fremden stadt musst du die nahverkehrspläne erstmal verstehen und verpasst dann tolle radwege an der spree 😉

  5. Fulanos Worte Sagt:

    Ja, die Dinger sind klasse. Zumindest wenn man in Stadtzentren unterwegs ist. Außerhalb kann man die ja nicht mehr so einfach abstellen.
    Gruß
    Fulano

  6. Unzufriedener Kunde Sagt:

    Ich kann von call a bike nur abraten!

    Sobald man einen Platten hat bekommt man keine Unterstützung mehr, d.h. man muss selber gucken, wie man zurück kommt und darf auch noch die Rücktransportgebühren von 50 € blechen, obwohl die Hotline sich doch so verständlich gezeigt hat, dass man dass Fahrrad stehen lassen darf.

    Außerdem sind die Fahrräder unbequem.

  7. Elena Sagt:

    Schöner Artikel! Ich glaube das Hauptproblem an den Rädern ist der Punkt das DB drauf steht. 🙂

    Aber mal im Ernst. Eigentlich sind die Fahrräder eine super Sache, besonders hier in Berlin hab ich das Gefühl das immer mehr solcher Fahrradanbieter aus den Boden sprießen. Würde mich freuen, wenn es sich durchsetzt!

  8. Chris Sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ich finde es gut, dass die Deutsche Bahn den Schritt in E-Mobilität setzt. In Köln noch etwas dürftig. Warten wir mal ab bis andere Anbieter auf den „Zug“ aufspringen. Vielleicht noch ein Angebot von Elektrofahrrädern?

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