Du willst Deine Geldbörse zurück? Dann brauchst Du ein Babybild!



13. Juli 2009

Wissenschaft

Was macht jemand wenn er eine Geldbörse auf der Strasse findet? Behalten, ignorieren, ausplündern oder zurückgeben? Und wie könnte man seine Geldbörse füllen um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass man sie tatsächlich zurück bekommt?

Dieser Frage haben sich ein paar Wissenschaftler in Edinburgh gewidmet (ja, für sowas scheint es Forschungsgelder zu geben) und haben ein interessantes Ergebnis herausgefunden.

geldboerseDazu haben sie auf den Strassen in Edinburgh insgesamt 240 Geldbörse „verloren“. Alle wurden an hochfrquentieren Plätzen abgelegt, dabei wurde jedes mal darauf geachtet diese Börsen nicht in der Nähe eines Briefkastens oder Mülleimers abzulegen – die Leute sollten ja schliesslich überlegen ob sie die Börsen zurückgeben oder nicht, ein Briefkasten in der Nähe wäre ja zu einfach gewesen.

Alle Geldbörsen waren mit alltäglichen Gegenständen gefüllt und hatten alle ein Fach mit einem Foto. Und jetzt wird es interessant.

Es gab verschiedene Fotos, einmal ein lächelndes Baby, ein süsses Tier, eine glückliche Familie, ein älteres Ehepaar, gar kein Foto oder eine Spendenquittung.

Verloren wurden aus jeder Kategorie 40 Geldbörsen und die Forscher haben dann gezählt wieviele Börsen aus welcher Kategorie zurückgegeben wurden.

Erstaunlicherweise, zumindestens erstaunt mich das, wurden 42% der gefundenen Geldbörsen zurückgegeben, das hat sogar den Versuchsleiter Dr Wiseman überrascht. Die Engländer sind eben ein ehrliches Völkchen. Und das hier sind die Auswertungen der Kategorien:

  • Babybild: 88% Rückgabequote
  • Tierfoto: 53%
  • Familienfoto: 48%
  • Älteres Ehepaar: 28%
  • Spendenquittung: 20%
  • Kein Foto: 15%

(Quelle: timesonline)

Erstaunlich, oder? Es macht tatsächlich einen riesigen Unterschied ob in der Geldbörse ein Babyfoto war oder ob da kein Foto drin war.

Merke also: Wenn Du willst, dass Deine Geldbörse zurückgegeben wird wenn Du sie mal verlieren solltest, dann pack am besten ein Babyfoto oder ein Tierbild rein. Das erhöht die Rückgabewahrscheinlichkeit ungemein..

Ich habe ja ein Foto unserer Hochzeit in der Geldbörse, schätze mich damit also irgendwo zwischen dem Familienbild und dem älteren Ehepaar ein, also eine Rückgabewahrscheinlichkeit von 28%-48%. Soll ich das jetzt gegen ein Tierbild austauschen? Ich denke nicht..

Was für ein Foto hast Du in der Geldbörse?

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P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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12 Antworten zu “Du willst Deine Geldbörse zurück? Dann brauchst Du ein Babybild!”

  1. Sebastian Sagt:

    Fotos von der Freundin und das war es schon glaube ich. Ob ich die Geldbörse nun wiederbekommen werde ?

    Ich glaube ich sollte ein Babyfoto von mir selber reinpacken, dann sind die Chancen besser und vll ein Foto von meinen verstorbenen Goldfischen

  2. Heiko Sagt:

    Interessante Studien gibts!

    Ich hätte eher gedacht, dass es darauf ankommt, wer die Geldbörse findet, und nicht welches Bild drin ist…

    Na da werd ich mir mal ein Bild eines Babys suchen müssen. Oder hat vielleicht eine nette Dame lust, mit mir ein Baby zu machen? 😀

    Heiko

  3. Matthias Sagt:

    Vielleicht wirkt ja ein Tier-Babybild noch besser… 💡

  4. Chriz Sagt:

    Naja es wird auch drauf ankommen, wer den Geldbeutel findet, aber die Theorie mit dem Bild ist echt interessant!

  5. Max Sagt:

    Ich sollte mich auch ein Bild von unseren Kätzchen reinlegen das wäre sehr ärgerlich wenn er nicht zurück kommt. ➡
    Hatte ihn erst verloren und da waren sämtliche Ausweiße drinnen…hab ihn zum Glück wieder bekommen.

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  1. Links Juli 2009 | funkygog Blog - 3. August 2009

    […] damit man die verlorene Geldbörse […]

  2. Babybild im Geldbeutel erh?ht R?ckgabewahrscheinlichkeit - 5. November 2009

    […] ein sicheres Vorgehen, um dies zu verwirklichen? Ja, das gibt es tatsächlich! Wie es im Meinungs Blog steht, wurde in England eine Versuchsreihe gestartet, bei der insgesamt 240 Geldbörsen […]

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