Ein Obstbaum mit 11 verschiedenen Sorten Obst



3. Januar 2008

Allgemeines

Du denkst Du hast schon alles gesehen und gehört? Falsch! In Japan, in Fukuoka hat der Bauer Manabu Fukushima einen Zitronenbaum gezüchtet auf dem 11 verschiedene Obstsorten wachsen, alle auf dem gleichen Baum.

Du denkst das geht nicht? Geht doch, Pfropfen heißt dieses Phänomen und wird schon ewig in der Landwirtschaft angwendet.

30 verschiedene Obstsorten
Der 71 jährige Manabu Fukushima hat seinen Zitronenbaum schon über 30 Jahre. Als er vor 15 Jahren zum ersten Mal von Freunden einen Ast eine Zitruspflanze geschenkt bekam, pfropfte er diesen an seinen Zitronenbaum. Er wollte einfach beide Obstsorten ernten ohne einen neuen Baum zu pflanzen. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Obstsorten hinzu, heute trägt der Baum 11 verschiedene Obstsorten. Diese Sorten habe ich noch nie gehört, dem Japaner scheinen sie aber bekannt zu sein: dekopon, hassaku orange, iyoyan, amanatsu und banpeiyu.

Aufpfropfen
Das Prinzip ist relativ einfach, es wird ein Ast vom einem Baum (hier von einem Zitronenbaum) abgeschnitten. Nun nimmst Du einen Ast von einem anderen Obstbaum (z.B. einem Apfelbaum) und steckst pfropfst diesen auf den frischen Stumpf des Zitronenbaums. Dies muß nunfest bandagiert und mit Harz bestrichen werden. Der neue Ast sollte nun an den alten Baum wachsen und im nächsten Jahr könntest Du dann Äpfel an Deinem Zitronenbaum ernten. Das ganze nennt sich Veredelung und funktioniert allerdings nicht mit jeder beliebigen Kombination.
Wikipedia: Pfropfen und Veredelung

Deine Meinung
Was hälst Du davon? Sinn oder Unsinn? Ist eine eierlegende Wollmilchsau, also ein Baum der alle erdenklichen Obstsorten an einer Pflanze bietet sinnvoll, oder denkst Du eher das so ein Alleskönner am Ende wahrscheinlich keine der Früchte richtig austragen kann, die Äpfel schmecken alle sauer und die Zitronen haben Würmer?

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P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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