Gigaset elements im Test: Smart Home fürs Zuhause



22. April 2016

Technik

Also wenn es um Technik geht bin ich ja für alles zu haben, also habe ich mich natürlich riesig gefreut als das Angebot kam die Gigaset elements Anlage zu testen. Das also vorneweg, das war ein Test bei dem wir die Anlage gesponsort bekommen haben, das beeinflusst natürlich nicht das Ergebnis..

Kurze Zusammenfassung am Anfang: Die Anlage funktioniert prima und liefert auch das was sie verspricht, unsere beiden Tester waren allerdings zwiegepalten, der eine liebt seine Anlage und will sie nicht mehr missen, der andere (das bin ich) hat sie wieder abgebaut. Aber dazu später mehr.

Gigaset elements

Das hier ist dann die komplette Anlage die wir getestet haben (Amazon Link):

  • Gigaset Starterset (Basisstation, Türsensor, Bewegungsmelder)
  • Gigaset Fenster-Sensor
  • Gigaset Alarm-Sirene
  • Gigaset Funkschalter
  • Gigaset Funksteckdose
  • Gigaset Button
  • Gigaset Kamera mit W-Lan und Bewegungsmelder

gigaset-elements

Gigaset Starterset (Basis Station, Türsensor, Bewegungsmelder)

Das Starterset ist der Anfang von allem und innerhalb weniger Minuten aufgebaut. Einfach die Station anschliessen, App installieren, anmelden und schon kann es losgehen. Die Geräte werden dann alle über die App hinzugefügt und können von dort bequem aktiviert werden, die App sagt dann auch was zu machen ist.

gigaset app

Die Geräte kommen mit Batterien und allen nötigen Klebestellen um sie zu fixieren. Nach der Basisstation haben wir dann den Türsensor aufgehängt, der wird einfach oben an die Tür geklebt. Das hält erstaunlich gut, und ja, man kann das Ding wieder ohne Rückstände abmachen, auch das haben wir natürlich getestet.

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Danach wird dann der Bewegungsmelder aufgestellt, wir haben den relativ weit nach oben auf die Garderobe gestellt und das hat prima funktioniert, auch die Kinder hat er gemerkt, Haustiere dann aber zugelassen.

bewegungsmelder

Und hier kommt dann zum ersten Mal das Zusammenspiel der Sensoren ins Spiel. Sollte es eine Bewegung drinnen geben und die Tür bewegt sich ohne danach eine erneute Bewegung drinnen zu haben, dann meldet die App das jemand gegangen ist, genauso wie sie ankommende Familienmitglieder meldet wenn sich die Tür bewegt ohne vorher eine Bewegung drinnen gemessen zu haben. Das fand ich recht cool.

Witzig ist auch wenn mein Sohn die Tür richtig feste zuknallt, dann meldet die Anlage einen Einbruchsversuch,  das funktioniert wirklich gut.

Mit der Basisstation kann man dann auch alle Grundlagen direkt nutzen, man bekommt haufenweise Hinweise wenn jemand nach Hause kommt, geht, einbricht oder die Tür geöffnet oder geschlossen wird. Das misst hervorragend und hat innerhalb von 5 Minuten alles funktioniert. Genau so muss Technik starten.

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Übrigens, die Tatsache das man das Haus verlassen hat muss man leider manuell einstellen. Damit schaltet man dann auch die Anlage scharf und sie meldet sich dann via App und, wenn vorhanden, Sirene wenn jemand die Tür öffnet oder es drinnen Bewegungen gibt. Zum deaktivieren des Alarms braucht man dann die App und muss da leider manuell ausschalten.

Viel cooler wäre natürlich die Anlage würde wissen das mein Handy gerade nach Hause kommt und sich deaktivieren. So aber meldet sie ständig Alarm, weil meine Frau immer vergisst das Ding vor dem Öffnen der Tür auszuschalten. Das ist dann auch das Problem, die ständigen (selbstverschuldeten) Fehlalarme lassen dann einfach irgendwann an jedem Alarm zweifeln, und das sollte ja eigentlich nicht so sein. Bei unserem anderen Tester ist das dann nicht so, da halten beide sich konsequent daran die Anlage beim Verlassen an- und beim heimkommen auszuschalten. Dann funzt das auch prima.

Gigaset Fenstersensor

Gut, als nächstes dann den Fenstersensor ausprobiert. Der sieht genauso aus wie der Türsensor, steht unten halt nur Window drauf. Batterie rein, zusammenstecken und ans Fenster kleben, schon ist alles fertig. Dann in der App aktivieren und schon sieht man ob das Fenster offen oder geschlossen ist. Gut, hier fing es für mich schon an etwas übertrieben zu werden. Das interessiert mich unterwegs nicht wirklich, ich mach das zu wenn ich rausgehen.

Unser anderer Tester mag aber genau diese Funktion. Er weiss nie ob er die Fenster zugemacht hat oder nicht, und das fällt ihm dann immer unterwegs ein. Einfach in die App geschaut und gut ist. Kann man machen, ist halt Typenabhängig.

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Gigaset Alarmsirene

Gut, jetzt wissen wir was im Haus los ist, wann eingebrochen wird und wenn jemand versucht das Fenster aufzuhebeln. Jetzt soll aber der Einbrecher natürlich auch abgeschreckt werden, also gibts ne Sirene zur Anlage dazu. Die plärrt dann los bei einem Alarm und das auch recht laut. Zum Glück nicht so mega-laut wie unsere Rauchmelder, die Nachbarn werden also nicht aus dem Bett fallen, aber hören werden die das auf jeden Fall.

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Der Vorteil der Sirene ist dann leider aber auch der größte Nachteil. Man muss die einfach in eine Steckdose stecken und in der App anmelden, schon läuft sie (wenn man das in der App einschaltet). Total einfach, super. Aber… Wenn die jetzt laut losgeht, braucht ein Einbrecher das Ding ja nur aus der Steckdose ziehen und schon ist es ruhig.. Das ist natürlich doof. Wir haben das Ding oben auf einen Schrank gelegt, da findet man es nicht so schnell.

Die Anlage ist deswegen leider auch nicht als Alarmanlage bei der Versicherung zu melden. Das wird nicht akzeptiert. Macht aber nichts, die Anlage ist dafür auch nicht so teuer wie eine Alarmanlage und kann einiges davon auch.  Wartet mal gleich auf die Kamera, die rundet das Bild anständig ab.

Gigaset Funksteckdose

Die Funksteckdose ist dann natürlich eine super Sache. Da fallen mir auf Anhieb tausend coole Möglichkeiten ein, die Lichter gehen an wenn man nach Hause kommt, der Ventilator aus wenn das Fenster zugeht und und und.. Leider steckt das noch ein bisschen in den Kinderschuhen, aber einiges geht dann doch schon.

Praktisch sind dann auch die Einstellmöglichkeiten in der App, hier kann man Zeiten definieren und Regeln wann die Steckdose den Strom anmachen soll. Wir haben den plug mit dem Aquarium verbunden und zu bestimmten Zeiten dann das Licht an und aus gemacht.

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Leider ist die Steckdose das einzige Teil in dem Set mit dem ich einfach nicht zufrieden war. Technisch einwandfrei, sieht gut aus, aber leider funktioniert die automatische Steuerung nicht immer. Alle paar Tage war dann nachts das Aquarium noch an oder ging morgens einfach nicht an.. Das ist doof wenn man sich darauf nicht verlassen kann und das haben wir leider nicht. Die habe ich direkt nach zwei Wochen wieder durch eine andere Funksteckdose ersetzt. Schade eigentlich, in Kombination mit den anderen Sensoren geht da noch einiges.

Gigaset Button

Der Button ist dann der Hammer. Damit kann man allerlei Funktionen einstellen und es gibt nicht nur den Knopfdruck, sondern auch einen Doppelklick und einen langen Klick. Damit kann man dann zum Beispiel das Aquarium per Hand anmachen oder die Anlage umstellen oder sonstwas steuern was dann über die Steckdose angeht. Damit  funzt das einwandfrei. Das war super.

Auch hier leider ein Wermutstropfen, ich würde am liebsten beim Klicken auf den Knopf das Aquarium entweder an oder ausmachen. Je nachdem ob es an oder aus ist. Das geht aber nicht. Ein Klick macht es immer aus, ein Doppelklick dann wieder an. Ist das Aquarium schon aus, bringt der Knopfdruck nix. Das fand ich schade, hätte das lieber wie ein Lichtschalter, ein Klick ändert einfach den Status.. Aber gut, dafür gibts ja verschiedene Klickmöglichkeiten.

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Gigaset Kamera

So, und jetzt das Beste zum Schluss. Die WLAN Kamera ist der Hammer. Die nimmt kurze Videos auf wenn sich etwas bewegt, und man kann auch den Bereich definieren in dem die Bewegung stattfinden soll. Also man nimmt den ganzen Raum auf und läßt sie nur aufzeichnen wenn sich an der Tür was bewegt. Hier war die Installation etwas länger, man muss die erst via Kabel an die Anlage anschliessen, braucht die LAN Verbindung dann aber nicht mehr zum täglichen arbeiten.

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Richtig fein ist auch die Nachtaufnahme, das liefert selbst bei tiefer Dunkelheit noch ein gutes Bild, durch die Infrarotbirnen die um die Kamera verteilt sind und dann nachts richtig gruselig leuchten.

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Leider muss man für diesen Cloud Service der die Videos speichert dann auch monatlich zahlen, aber die paar Euro war mir das wert. Das fand ich richtig gut, mal kurz zu schauen wer da gerade nach Hause gekommen ist, oder wer da mitten in der Nacht durchs Wohnzimmer gegeistert ist. Wir wohnen am Rand von Düsseldorf und hier gibts nur eine 6mbit Leitung, damit hat die Kamera dann schon zu  kämpfen gehabt. Bis das Bild dann wirklich zu sehen war hat es manchmal bis zu 40 Sekunden gedauert. Nicht so schlimm wenn man dem Babysitter von einer Party aus beim arbeiten zusehen möchte, aber doof wenn man einen Einbrecher zuhause vermutet. Denke da geht noch mehr, oder ich müsste eine dickere Leitung haben..

Fazit

Das Fazit ist bei mir und unserem anderen Tester eindeutig: Das Ding kann man uneingeschränkt empfehlen. Einfach aufzubauen und zu installieren, einfach in der Bedienung und es macht Spass zu sehen was zuhause passiert, wer durchs Wohnzimmer tobt und wer wann nach Hause kommt. Dafür ist die Anlage super und der Preis richtig gut und angemessen.

Unser anderer Tester hat die Anlage jetzt immer noch zuhause stehen und noch um einige Teile erweitert, alle Fenster mit Sensoren ausgestattet und alle Türen nach draussen. Er ist mehr als zufrieden damit und nutzt die Anlage jeden Tag.

Ich persönlich habe sie wieder abgebaut und vermisse sie jetzt auch nicht mehr. Mir war das einfach alles viel zu viel. Ich will gar nicht jedes Mal einen Hinweis haben wenn die Kinder oder Frau nach Hause kommen und ich will auch nicht permanent über die Kamera aus dem Büro schauen was die Familie zuhause macht oder was der Babysitter so treibt. Ist natürlich spannend und ich habe das auch sehr viel genutzt. Aber diese Überwachung will ich meinen Kindern eigentlich nicht vorleben und habe deshalb den Stecker gezogen. In einer Welt mit Komplettüberwachung fühle ich mich nicht so richtig wohl, da muss ich das zuhause auch nicht haben. Und als Alarmanlage ist das sicher gut, aber mal ehrlich, bei uns gibt es nichts zu holen, dafür brauch ich dann auch keine Alarmanlage..

Das Fazit ist also zwiegespalten, die Anlage ansich ist toll und empfehlenswert, ihr müsst halt nur sehen ob ihr sie haben wollt und braucht. Wenn ja, dann schlagt zu, das lohnt sich  (Amazon Link).

So, und jetzt ihr? Wer hat Lust auf sowas und was ist euere Meinung zu sowas?

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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9 Antworten zu “Gigaset elements im Test: Smart Home fürs Zuhause”

  1. Markus Sagt:

    Ich habe Anfang des Monats meinen Mobilfunk-Vertrag bei Mogelcom verlängert, da wollten die mir auch unbedingt sowas andrehen. Natürlich mir einem monatlich zu bezahlendem Extra-Vertrag und der Anbindung ein einen Sicherheitsdienst, der im Alarmfall gucken kommen soll. Ich fand das Ganze etwas oversized und habe dankend abgelehnt, obwohl die Grundidee dahinter sicher nicht falsch ist…

  2. Elke Sagt:

    Ich habe auch gute Erfahrungen mit der Gigaset-Anlage gemacht und kann den Artikel nur bestätigen.

  3. Alex Sagt:

    Hi Matthias
    Brauche ich zwar nicht, dein Einblick war dennoch interessant und vor allem war ich froh wieder von dir zu lesen. Den Sausage Horror Film schaue ich mir dann auch noch an. In diesem Sinne… angenehmen Sonntag!

  4. Tobias Sagt:

    Sehr interessanter Beitrag zum Thema „Technik die begeistert“. Wir haben auch schon öfter mal mit dem Gedanken gespielt, unser Zuhause etwas smarter zu machen. Für Technikinteressierte Menschen wie mich ist sowas quasi ein Muss, auch wenn man es nicht unbedingt benötigt 😉

  5. Thomas W. Sagt:

    Ich bin jedesmal geschockt und begeistert, wie schnell sich das in den letzten Jahren entwickelt hat. Wo soll das Enden? Bei 1984 oder etwas wundervollem? ICh weiß es echt nicht…

  6. istqb Sagt:

    Ich habe die Gigaset Funksteckdose getestet und war glücklich mit dem Ergebnis. Am Anfang vom Test war ich noch stark zweifelnd, da der Vorgängerstecker nach gerade einmal zwei Wochen kaputt gegangen ist. Die Gigaset lebt aber noch und sollte etwas nicht mehr funktionieren, werde ich mich hier wieder melden.

  7. Natalie Sagt:

    ein sehr interessanter Beitrag. für ein zu Hause in dem es etwas zu holen gibt, ist das sicher eine gute Lösung. ich finde die Idee dahinter sehr gut. etwas aufwändig aber dafür kann man sich ja sicher fühlen :). Bekannte, die diese Gigaset-Anlage in Verwendung haben, sind von der Bedienung und Funktionalität begeistert.

  8. Paul Sagt:

    Hallo, schöner und ausführlicher Artikel. Ich habe auch gute Erfahrungen mit dieser Gigaset-Anlage gemacht und kann die Aussagen aus dem Artikel daher bestätigen. Viele Grüße

  9. Ricky Sagt:

    Hey,

    danke für den guten und ausführlichen Artikel über die Gigaset Anlage. Habe schon davor gehört, aber selber noch keine Erfahrung gemacht.

    LG

    Ricky

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