Google Latitude – Noch mehr gläserner Mensch



4. Februar 2009

iPhone und iPad

google-latitudeDie Datenkrake Google hat nun einen neuen Service am Start der uns noch ein Stückchen näher an den gläsernen Menschen bringt.

Der Service heisst „Google Latitude“ und ist ein Programm für Mobiltelefone. Damit kannst Du Deinen aktuellen Aufenthaltsort an Google senden, Deine Freunde freischalten und dann jedem zeigen wo Du gerade bist, bzw sehen wo sich Deine Freunde gerade rumtreiben..

Jipii, noch mehr Daten für Google und noch mehr Durchsichtigkeit für diejenigen die sich da anmelden. Ist natürlich prima um Deine Partnerin oder Deinen Partner zu überwachen und auch falls Du wissen willst wo sich Deine Kinder so rumtreiben ist das eine perfekte Lösung.

Gut, wenn man sich abends irgenwo verabredet mag das ganz praktisch sein. Du musst nicht fragen wo die anderen sind, Du nutzt einfach Google Latitude und schaust nach..

Und für Google? Noch mehr Nutzerdaten, noch mehr Daten über mobile Nutzung und ein Potential für regionale Werbung bis zum abwinken. Wenn Google erst weiss wo Du bist, können die Dich natürlich super mit passender Werbung zuschütten.

Google Latitude ist kostenlos (ausser den Verbindungskosten ins Internet) und gibt es übrigens auf folgenden Handys:

  • * Android-Handys, wie z. B. das T-Mobile G1 (In Kürze verfügbar!)
  • * iPhone und iPod touch (In Kürze verfügbar!)
  • * den meisten Farb-BlackBerry-Handys
  • * den meisten Handys mit Windows Mobile 5.0 und höher
  • * den meisten Symbian S60-Handys (Nokia-Smartphones)
  • * vielen Java-fähigen (J2ME) Handys, z. B. von Sony Ericsson (In Kürze verfügbar!)

Wie das jetzt funktioniert? Du gehst auf http://google.de/latitude, installierst das Programm, gibst Deine Freunde frei, gibtst Deinen Aufenthaltsort frei und legst los.

Hier in dem Video kannst Du sehen wie das funktioniert und aussieht:

Google Latitude für iGoogle

Übrigens, für iGoogle, also für den PC soll es in Kürze ein passendes Gadget geben, damit weisst Du auch über den Browser immer wo Deine Freunde gerade sind. „Geh einfach auf http://google.de/latitude und installier das Gadget“ heisst es bei Google, aber zumindestens in Deutschland funzt das Gadget noch nicht..

Und? Ist das auch was für Dich? Dir ist der Datenschutz und der gläserne Mensch egal, hauptsache Du findest Deine Freunde und die finden Dich? Oder geht Dir das hier zu weit, es reicht schon, dass Dein Handyanbieter jederzeit weiss wo Du bist, das müssen nicht auch noch Deine Freunde wissen.. Was denkst Du über Googel Latitude?

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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15 Antworten zu “Google Latitude – Noch mehr gläserner Mensch”

  1. trendscout Sagt:

    Klasse!! Diese Peilung ist durch das GPS natürlich genauer als eine Interpolation mit Funkmasten.
    Zu letzterem hatte unlängst die bayerische Polizei auch eine Möglichkeit zur Verbesserung der Genauigkeit gefunden 😉
    Wenn da viele mitmachen, fallen dann diejenigen auf, die sich ausschließen!!

  2. David Sagt:

    Mmmh… ich kann die „Panikmache“ hier manchmal nicht ganz nachvollziehen. Man bestimmt selbst, ob man „gesehen“ werden möchte oder nicht.

    @Trendscout

    Oh ja, da den Dienst sicherlich 90% nutzen werden, genau so wie Google als Suchmaschine. Man kann sich auch zu sehr über den „Gläsernden Nutzer“ aufregen.

    ICH bin definitiv kein Freund der Überwachung. Ich VERACHTE die Pläne vom Scheuble & Konsorten. DOCH ich gebe meine Daten lieber in die Hände von Google als in die UNSERES Landes.

    Google ging bisher mit den Daten der Nutzer sehr gut um. Bisher wurde alles für bessere Suchergebnisse & sonstwas genutzt. Nicht zur Überwachung, nicht um uns Bürger zu „belästigen“. Das kann sich Big-G auch gar nicht erlauben, käme dort mal eine Aktion wie von Der Bahn raus wären die ganz schnell ein nichtmehr-Marktführer.

    Lieber mehr Stimmung gegen die Pläne unserer Regierung machen. Und nicht alles – was man selbst entscheiden kann – veruteilten.

  3. trendscout Sagt:

    @David:

    Nur nochmal, damit es genau ist: Ich bin schon gläsern, mich regt es nicht auf, eher vielleicht an 😉 Sonst würde ich nicht so emsig kommentieren. Jeder Psychologe hätte eine wahre Freude an mir.

    Das interessante an der Sache ist doch, dass diese Daten regelmäßig über einen deutschen Provider laufen ! 😉

  4. Leo Sagt:

    Finde ich klasse.
    Endlich mal eine Handy-Software, die ich nutzen würde (ja, Matthias, die Flöte natürlich auch 🙂 ).

    Ist doch was für Mütter die sich immer Sorgen um ihre Kleinen machen. Und für Verabredungen eignet sich das auch super.
    Hoffe, dass sich das durchsetzt.

  5. Matthias Sagt:

    @Leo: Hehe, dann werd ich dich direkt eintrgen 😉

  6. Leo Sagt:

    bevor ich sowas verwende, brauche ich allerdings eine Daten-Flatrate

  7. Frage Sagt:

    Mal ne Frage: Wenn ich geortet werden will mit meinem Buisness-Handy, brauche ich dann auch eine Daten-Flat für meine Sim-Karte?

    Läuft die Ortung auf meinem Handy dann kostenlos ab, oder muß ich mit meinem Handy z.B. ins Internet eingeloggt sein, was ja wieder Kosten mit sich bringt, weil ich keine Daten-Flat habe.

    Kann ich das Handy auch so einschalten, dass ich nicht im Internet bin, also nur eine Rufbereitschaft zum Telefonieren habe und man mich orten kann, ohne dass dabei Verbindungskosten z.B. meines Handys zum Internet auflaufen?

    Ist somit letztlich immer nur eine Ortung möglich, wenn mein Handy eine teure Standby Datenverbindung zum Internet hat?

  8. Matthias Sagt:

    Die Ortung funktioniert nur über das Internet, bzw geortet wirst Du stetig, aber damit Deine Freunde wissen wo Du bist, musst Du diese Infos an Google schicken..

    Brauchst also ne Flatrate, ansonsten könnte das teuer werden..

  9. Matthias Sagt:

    Ich hab das grad mal getestet, ist schon erstaunlich welchen Fortschritt es in letzter Zeit gab.

    Die „Panikmache“ kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, aber egal. Sicherlich gibt es auch ganz praktische Einsatzgebiete, ich denke nur mal paar Jahre im vorraus wenn mein Sohn alleine die Umgebung erkundet ➡

  10. Mobit Sagt:

    Google weiß schon wie mans macht 😉

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