Instagram will doch lieber lieb sein..



19. Dezember 2012

Technik

680-prozentDanke wir hören zu (Link), heisst der Blogbeitrag bei Instagram im Blog und soll klarstellen, dass alles eigentlich nur ein Mißverständnis war.

Es sollten nie Nutzerfotos verkauft werden, auch wenn die AGBs irgendwie anders geklungen haben:

„Der Dienst kann teilweise oder ganz durch Werbeeinnahmen unterstützt werden. Um uns zu helfen, interessante bezahlte oder gesponsorte Inhalte oder Werbung zu platzieren, erklären Sie sich damit einverstanden, dass ein Unternehmen oder eine andere Einheit uns dafür bezahlt, Ihre Benutzernamen, Abbild, Fotos (zusammen mit allen anhängenden Metadaten) und/oder Aktionen, die sie vornehmen, im Zusammenhang mit bezahlten oder gesponsorten Inhalten oder Werbekampagnen anzuzeigen, ohne jede Vergütung für Sie.“

(Quelle: Welt)

Jetzt aber rudern die kürzlich von Facebook gekauften Jungs wieder zurück:

Ownership Rights: Instagram users own their content and Instagram does not claim any ownership rights over your photos. Nothing about this has changed.

(Quelle: Instagram Blog)

Na klar, die sitzen auf der vielleicht größten Foto-Datenbank der Welt, das ist schon verlockend die Bilder irgendwie zu Geld zu machen. Aber zum Glück haben sich die Leute massiv beschwert und vermutlich wird Instagram in den letzten Tagen auch eine Menge seiner angeblich 100 Mio Nutzer verloren haben. Gut das es das Netz gibt.

Überlegungen zur Foto-Datenbank
Irgendwie haben sich die Jungs gerade gefühlt einiges an Vertrauen verspielt. Der Verkauf an Facebook war ja schon bedenklich, schliesslich sind Nutzer so schnell auch wieder weg wie sie gekommen sind. Sobald das Angebot irgendwo anders besser ist, sind sie weg. Und das Halten der Nutzer, der heilige Gral unter den Erfolgsfaktoren, ist eben die Nutzer langfristig durch etwas zu binden. Das macht Apple ja ziemlich gut vor.

Aber wo könnte Instagram hinkommen?
faulheit-malediven
Stellt euch nur mal vor, die würden die Fotos kommerziell für die Nutzer anbieten. Ein gutes System um die Fotografen zu beteiligen, da würde einige gehen. Alleine Hotels die die Fotos der Gäste kaufen könnten um damit auf der Webseite zu werben, Veranstaltungen die damit für die nächste werben können und Produkte die durch die Instagram-Nutzung haufenweise neue Werbeideen sammeln könnten.

Und am Ende dann natürlich auch Restaurants. Keine Ahnung warum jeder sein Essen fotografieren und auf Instagram stellen muss, aber es gibt sicher ne Menge Restaurants die solche Fotos gut gebrauchen könnten. Bessere Werbung als zufrieden Gäste gibt es ja nicht..

Das alles könnte Instagram mit einer aktiven und glücklichen Nutzergruppe erreichen. Und genau deswegen ist dieses „Don’t be evil“ auch für Instagram wahnsinnig wichtig.

Bin mal gespannt ob die sich das Vertrauen der Nutzer wieder zurückholen können, oder ob es mit der letzten Aktion sowas wie einen Startschuss gegeben hat sich bei Instagram zu löschen und sich ne Alternative zu suchen. Wird sich zeigen..

Aber auch hier, wie bei vielen anderen Angeboten muss eines immer klar sein: Ist das Produkt umsonst, dann bist Du das Produkt. Am Ende des Tages muss ja einer die Gehälter, Serverkosten und Entwicklungskosten zahlen, solche Angebote und Startups gibt es ja nur, weil da eine Vision von einem Geschäftsmodell hinter steht. Das wird oftmals ja einfach vergessen, keiner arbeitet gerne für umsonst und niemand invstiert 100 Mrd Dollar in ein Unternehmen das die Kohle nicht irgendwie wert ist..

Und ihr so? Habt ihr euer Instagram Accounts noch? Ich hab meinen noch nicht gelöscht, nutzt das danke Facebook und Google+ aber kaum noch, und Apps mit coolen Filtern gibt es auch wie Sand am Meer..

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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6 Antworten zu “Instagram will doch lieber lieb sein..”

  1. Christian Sagt:

    Ich persönlich habe noch nie so wirklich Instagramm benutzt. Wenn ich schon wieder lese, dass sie die Bilder der Nutzer verwenden, stellen sich schon wieder meine Nackenharre auf ❓ . Trotzdem sehr interessanter Artikel

  2. Jan Sagt:

    Man muss eben immer bedenken, dass hinter Instagram ein Unternehmen steht, keine Gruppe Studenten, welche die ganze Sache aus Spaß machen. Klar, dass es da solche kommerziellen Überlegungen gibt. Auch die Investoren haben Erwartungen.

    Mir persönlich ist es aber natürlich lieber wenn alles so bleibt wie es ist und ich die Fotos die ich von meiner Mode über Instagram teile auch weiter exklusiv habe.

  3. Robin Sagt:

    Frage mich nur, wie Instagram die Bilder, sofern man da irgendwann noch mal an den AGBs schraubt, wirklich kommerziell nutzen will – die werden doch alle in einer wahnsinnig bescheidenen Auflösung gespeichert.

  4. Kevin Sagt:

    Mit dem Verkauf von Instagram an Facebook war Instagram für mich gestorben und wie man jetzt sieht, geht die super Idee auch den Bach runter…

  5. Ben Sagt:

    War auf der anderen Seite aber auch Pech für Instagram, denn bei den meisten Unternehmen werden Änderungen an den AGBs einfach hingenommen und nicht weiter kommentiert.

  6. Tina Sagt:

    „Man muss eben immer bedenken, dass hinter Instagram ein Unternehmen steht, keine Gruppe Studenten, welche die ganze Sache aus Spaß machen. Klar, dass es da solche kommerziellen Überlegungen gibt. Auch die Investoren haben Erwartungen.“

    Ich glaube für viele ist das auch gar nicht das Problem. Instagramm verkauft sich nur eben oft als „nettes Gimmick“.
    Zudem ist das Problem ja auch, dass bestehende AGBs (anegblich) geändert wurden was die Nutzer verärgert… und gerade bei solchen „sozialen“ Medien, können sich die Nutzer shcnell beschweren und werden gehört.

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