Numismatik: Was hat es mit dem Begriff auf sich?



10. Mai 2022

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Wer eine Münzsammlung erbt oder sich für eine solche begeistern kann und mit dem Sammeln beginnen möchte, kann oftmals nur schwer den korrekten Wert der einzelnen Stücke ermitteln. Umso komplizierter gestaltet sich aufgrund von etwaigen Unsicherheiten der Verkauf oder die Versteigerung. Experten auf diesem Gebiet sind so genannte Numismatiker, welche sich intensiv mit dieser durchweg interessanten Materie in aller Ausführlichkeit über viele Jahre hinweg befassen.

Die Numismatik: Münzen erkennen und ihren Wert bestimmen

Bei der ersten Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland handelt es sich um ein 5-Deutsche-Mark-Stück. Münzsammler bezahlen für eine solche Münze gut und gerne bis zu 300 Euro oder gar mehr. Angesichts der Tatsache, dass die Deutsche Bank den Umtausch mit zunächst lächerlich wirkenden 2,50 Euro bewerkstelligt, ist es umso wichtiger, den Wert eine Münze korrekt einordnen zu können. Unabhängig davon, ob es sich um eine Erbschaft oder eine bereits im Besitz befindlich Münzsammlung handelt, ist es enorm wichtig, sich im Vorfeld über eventuelle Schätze innerhalb einer Sammlung zu informieren.

Dabei können beispielsweise Fachhändler sowie Auktionshäuser einen Mehrwert bieten. Zeigen diese beispielsweise Interesse, könnte sich die Sammlung als ein kleiner Schatz zu erkennen geben. Darüber hinaus können sich Besitzer einer Münzsammlung mehrere Angebote von den genannten Stellen einholen und sich im Internet beziehungsweise in Online-Katalogen in Eigenregie informieren.

Der Erhaltungszustand als Preistreiber

Der Wert einer Münze setzt sich in der Regel aus der Nachfrage, der Häufigkeit sowie aus dem jeweiligen Erhaltungszustand zusammen. Im Widerspruch zur offiziell gängigen Formulierung „schön“ handelt es sich in diesem Fall um eine Münze mit erheblichen Abnutzungserscheinungen. Trägt eine Münze hingegen zum Beispiel das Prädikat „Stempelglanz“ oder „Spiegelglanz“, handelt es sich um einen nahezu perfekten Erhaltungszustand.

Erfahrene und ebenso gut informierte Münzsammler erkennen schnell den Erhaltungszustand des jeweiligen Stücks. Laien können hingegen nur äußerst selten den Zustand sowie andere Einflussfaktoren für die Wertermittlung richtig einordnen. Aus diesem Grund geschieht es recht häufig, dass zu hohe Erwartungen an ein Konvolut mit einer Enttäuschung enden.

Verwendungsmöglichkeiten

Stellt sich heraus, dass die eigene Sammlung die ein oder andere wertvolle Münze enthält, kann eine Versteigerung derselben zu Höchstpreisen unter ambitionierten Numismatikern führen. Grundsätzlich raten renommierte Fachleute in diesem Zusammenhang dazu, hochwertige Münzen ab einem mindestwert in Höhe von 200 Euro stets zu versteigern. Hierfür eigenen sich spezialisierte Auktionshäuser, welche auf Basis ihrer Expertise einen hohen Verkaufsbetrag sicherstellen können. Allerdings können bis zu einer erfolgreichen Versteigerung einige Monate ins Land ziehen.

Selbstverständlich spricht nichts dagegen, Münzen schlichtweg zu behalten und für die Zukunft auf eine Wertsteigerung zu hoffen. Eine Garantie für eine Erhöhung des Sammlerwertes gibt es allerdings nicht. Dennoch verleiht es ein gutes Gefühl, wenn sich der Wertgegenstand im eigenen Besitz befindet und vielleicht eines Tages in schlechteren Zeiten eine nützliche finanzielle Hilfe darstellen kann. Münzen gelten unter Sammlern als eine Form der geprägten Geschichte, weshalb für die meisten vielmehr das Hobby als der Vermögenswert im Vordergrund steht.

Medaillen als Sonderform

Medaillen ähneln Münzen üblicherweise sehr stark in Sachen Material und Motive. Einige dieser Stücke orientieren sich optisch an offiziell erhältlichen Gedenkmünzen. Im Gegensatz zu Münzen besitzen Medaillen jedoch keinen Nennwert und dürften aus diesem Grund nicht als Zahlungsmittel betitelt werden. Sammler erkennen diesen Unterschied schnell und sind in der Regel nicht bereit dazu, mehr als den reinen Materialwert für eine Medaille zu bezahlen. Es gibt lediglich ein paar wenige Medaillen auf dem Markt, welche sich als echte Schätze entpuppen und sich an einer überaus großen Nachfrage mit entsprechend hohem Wert erfreuen dürfen.

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P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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