Gast Meinung von Florian:
Seit jeher ist der Mensch darum bestrebt sich zu präsentieren, sich zu zeigen, sein Selbstwertgefühl zu steigern und Bestätigung von anderen zu bekommen. Kann man das heutige Web 2.0 als einen sozialen Druck bezeichnen? Woher kommt sonst die rege Beteiligung an sozialen Plattformen wie Facebook, myspace & co? Andere Faktoren sind Business Development, Marketing und Publishing. Doch das ist längst nicht der größte Anteil der Nutzer. Facebook hat vor nicht allzu langer Zeit die 200 Mio. User-Grenze geknackt, die alle aktiv zu sein scheinen. Woher kommt dieser Hype? Ich gehe schon so weit und bezeichne es als ein Phänomen. Für viele ist es gar das Tor zum Internet.
Das wahre Leben wird ansatzweise projeziert auf eine Plattform. Nehmen wir einmal myspace als Beispiel. Myspace bietet die Möglichkeit seinen Status & Stimmung zu aktualisieren – mitunter auch schon bereits viele andere Plattformen. Myspace gilt da mit Sicherheit nicht als Vorreiter. Sätze wie “Wenn deine Freunde etwas ändern: Du erfährst es sofort.” stehen im Mittelpunkt bei der Umwerbung von neuen Usern. Was lässt sich so einem Satz entnehmen? Es ist offensichtlich. Bist du nicht dabei, wirst du nichts erfahren. Das Resultat? Du bist nicht auf dem neusten Stand. Dies versucht zumindest myspace damit zu suggerieren. Ob jung oder alt, im Grunde ist jeder dabei.
Plattformen wie LinkedIn/XING ordne ich in dieses Muster nicht ein. Ich behaupte das dort die Business-Interessen den privaten überwiegen. Wenngleich auch hier der psychologische Effekt eine Rolle spielt. Dennoch nicht so stark wie bei facebook & co.
Facebook, der Gigant der sozialen Netzwerke, weist bereits 250 Millionen einzelne Besucher auf, von denen sich jeder im Durschnitt 20 Minuten auf dieser Seite aufhält. Myspace hinten an mit rund 130 Millienen, Flickr auf Platz 3 & 4 mit jeweils 81 sowie 26 Millionen Besuchern. Tendenz: steigend!
Folgende Auflistung zeigt die Altersverteilung dieser Besucher und bietet Raum für Rückschlüsse. Der Großteil der Besucher facebooks scheint schon die 25 überschritten zu haben. Ergo werden hier ein Großteil auch Erwachsener angesprochen. Bei Myspace ist der Trend etwas anders verteilt, hier steht die jüngere Generation deutlich im Vordergrund. Das Durschschnittsalter reicht dort von 18 bis 24.
Die Welt tummelt sich zuhauf in sozialen Netzwerken. Schauen wir einmal wie sich dieser Trend entwickelt. Ich bin mir sicher, es wird sich noch einiges tun.
Wie ist Deine Meinung zu dem Thema?



am 30. Juli 2009 um 21:56
“Kann man das heutige Web 2.0 als einen sozialen Druck bezeichnen?”
Schon möglich ..