Dachte schon die Aktion mit Seoline gegen Sistrix hätte sich erledigt, aber jetzt meldet sich Seoline zurück.
Eben habe ich eine Mail von der Presseabteilung der Seoline GmbH bekommen die ich euch nicht vorenthalten möchte:
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[Mailtext auf Wunsch erstmal entfernt..]
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(Anmerkung: Ich hab gerade noch eine Mail bekommen in der ich ganz ausdrücklich um die Entfernung des Mailinhaltes gebeten wurde..
Lasse meine Antwort trotzdem stehen, der Sinn ergibt sich schon..)
Aha, nicht zutreffend also.. Also ich hab in dem Artikel 2 Aussagen getroffen:
1. Seoline mahnt Sistrix ab
2. Die Webseite von SEOline ist in Google relativ weit unten zu finden (ausser bei den Adwords)
Also Punkt 2 ist immer noch existent und Punkt 1 entsprach auch der Wahrheit, auch wenn Seoline die Abmahnung mittlerweile zurückgezogen hat. Was auch immer passiert ist, weiter Infos bei Johannes.
Sehe also nicht wo ich da eine Falschmeldung getätigt habe und sehe auch nicht ein irgendwas zu löschen. (Mal abgesehen von dem peinlichen Rechtschreibfehler in der Mail, sowas schickt man vorher wenigstens mal durch das Rechtschreibtool in Word..)
Danach kommt eine Pressemitteilung mit allerlei Marketingaussagen die ich euch auch nicht vorenthalten will, die aber nicht wirklich Neues bringt, finde ich zumindestens:
*Denn sie wissen nicht was sie tun: Unternehmen im Ranking-Fieber *
*Ganz oben in den Ergebnissen der Suchmaschinenanbieter wie Google und
Co. zu stehen, wird für Unternehmen zunehmend zum zentralen
Wettbewerbsfaktor im Internet. Doch wer entscheidet eigentlich darüber,
wer oben steht und wer nicht? Ein Blick in den SEO-Markt verrät: Kunden
und Unternehmen sind mit den Methoden der Suchmaschinenoptimierung (SEO)
so gut wie nicht vertraut.*„Man kauft sich die Plätze einfach bei Google und Co.!“, so die
landläufige Meinung über den Weg „nach oben“ in die begehrten ersten
Positionen der Suchmaschinenanbieter. Doch von Produkten und
Dienstleistungen über journalistische Beiträge bis hin zu
reputationsschädigenden Kommentaren: im Internet ist das zu sehen, was
gesehen werden soll. Die Entscheidung darüber fällen zwei Instanzen, die
von den Interessen her nicht weiter voneinander entfernt stehen könnten:
auf der einen Seite Google, auf der anderen die
SEO-Dienstleistungsanbieter.*Katz- und Mausspiel um Millionenbeträge*
Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist zum großen Geheimwurf im Internet
geworden. Nur wer gefunden wird, kann verkaufen, seine Bekanntheit
steigern, Reputation aufbauen. Alle anderen haben das Nachsehen. Die
schnellste Methode, gefunden zu werden, ist u. a. die Optimierung seiner
Website. In der Suchmaschinenoptimierung wird im Rahmen der On-Page- und
Off-Page-Optimierung die Unternehmensseite so umgestaltet und verlinkt,
dass sie von den Such-Robots der Suchmaschinenanbieter gefunden und
möglichst hoch gelistet wird. Wie genau das vonstatten geht, darüber
geben anscheinend klare Google-Richtlinien Auskunft. Daran halten sich
SEO-Anbieter, und der Bessere gewinnt.Weit gefehlt. Google modifiziert seine Algorithmen laufend – ein
Prozess, der zwischen den SEO-Anbietern und Google seit Anbeginn der
noch jungen SEO-Epoche ein Katz-und Maus-Spiel zwischen beiden Parteien
fordert. Ein SEO-Anbieter muss, um seine Kunden erfolgreich „nach oben“
zu katapultieren, notgedrungen oft hart an der Grenze zur
Google-Konformität operieren. Jeder Anbieter, der behauptet, zu 100% im
Sinne von Google zu arbeiten, widerspricht seinen eigenen,
erfolgsversprechenden Methoden.*SEOLINE statuiert Exempel: Im SEO gibt keine klaren Schwarz-Weiß-Regeln!*
Eine der größten Suchmaschinenoptimierer SEOLINE GmbH operierte – im
Sinne seiner nach oben strebenden Kunden – immer hart an der Grenze. Die
Ergebnisse waren dementsprechend oft auf den Top-Positionen zu sehen.
Mitte Januar 2009 modifizierte Google seine Such-Algorithmen. Eine
Änderung, die für die Agentur eine manuelle Abstrafung zur Folge hatte.
Dass es sich hierbei um keine wirklich drastische Maßnahme seitens
Google handelte, zeigte schnell die Tatsache, dass alle abgestraften
Kunden-Projekte via Reinclusion-Antrag zeitgleich exakt vier Wochen
später wieder von Google in den Index aufgenommen worden sind.Dennoch hat SEOLINE aus dem Vorfall gelernt. Besonders bezüglich der
heiß diskutierten Off-Page-Optimierung legt die Agentur die Karten auf
den Tisch. So ist es – zumindest unter SEO-Experten – kein Geheimnis,
dass die Onpage-Optimierung in den seltensten Fällen ausreicht, um nach
oben zu kommen. Das Zauberwort heißt Offpage-Optimierung. Die Anzahl und
Qualität der Links ist das wichtigste externe Ranking-Kriterium.*„Kill your Neighbour“*
Der Geschäftsführer der SEOLINE GmbH, Martin Maier, warnt: „Vielen
Kunden ist nicht bekannt: Die SEO-Praxis bezieht ein Normalmaß an
Link-Aktivitäten ein! Ob von Google toleriert oder nicht. Denn was ist
Off-Page-Optimierung? Linkaufbau! Google möchte natürlichen Linkaufbau,
ein Link soll eine Empfehlung sein. Dagegen verstoßen – wenn man es
genau nimmt – fast alle Linkbuilding-Maßnahmen! Off-Page-Optimierung ist
folglich so gut wie immer manipulativ. Was der Markt dringend benötigt,
ist eine Aufklärung des Kunden über SEO-Techniken.“ Methodisch gesehen
setzt die Agentur nun nur noch – trotz mancher Kundenwünsche nach
schnellem Linkaufbau – auf qualitative On-Page-Optimierung, ausgewogene
Off-Page-Optimierung und vor allem: viel Beratung. Die SEO-Blogger-Szene
darf nicht mehr die erste Informationsebene für den Kunden sein.Die Bedeutung des Link-Baus wird hierbei noch bedeutende Ausmaße für die
Unternehmen annehmen. Frei nach dem Motto: Ich gebe dir einen schlechten
Link und schwärze Dich bei Google an, kann theoretisch jeder seinen
Konkurrenten auf die hinteren Plätze verbannen. Eine fast anarchische
Entwicklung, die für einen gesunden Wettbewerb im Netz nicht förderlich
sein wird.*Big Brother is watching you: Google als Verkaufsmonopolist *
Auch wenn der Suchmaschinen-Gigant noch von einigen als neutrale
Kontroll-Instanz interpretiert wird, kristallisieren sich dessen
kommerzielle Absichten schon seit längerem deutlich heraus. Google
selektiert, gewichtet, bewertet, bestraft. Beeinflusst werden damit
nicht nur die Unternehmens- sondern auch die Medienlandschaft. Häufig zu
Recht, manchmal auch zu Unrecht. Die professionellen Dienstleister sind
hier gefragt, Transparenz auf dem hart umkämpfen SEO-Markt zu bringen.
So.. bin mir nicht sicher ob das mal gesagt werden musste, oder ob man sich das nicht besser gespart hätte..



am 26. März 2009 um 17:28
Wenn ich jetzt nen Kommentar schreibe muss ich mit ner Black-Seo Attacke rechnen!
Von daher: NO COMMENT
Zudem seit wann kann mir ein jemand, welcher mir einen Brief schreibt verbieten, die eigene Post zu veröffentlichen? Ist ja dann mein Eigentum! oder bekommst nen kostenlosen SEO Service?
am 26. März 2009 um 18:14
hehe, besser ist das..
Keine Ahnung ob ich das darf. Die Mail war speziell an mich gerichtet.
Ist mir aber eigentlich auch egal, sowas ist doch peinlich, aber jeder wie er mag.
Ich finde man geschäfte auch transparenter und ohne Klagen, Anwälte und Löschungsanforderungen betreiben.. Aber das ist nur meine Meinung..
am 26. März 2009 um 19:06
“Aber das ist nur meine Meinung”
Ne, nicht nur deine Meinung, auch meine.
Ich denke das “Spurenverwischen” wird nichts bringen, dafür war der Abmahn-Skandal zu groß.
am 26. März 2009 um 22:13
Hm, die SEOLine hat sich auch jetzt die Domain
seoline-group.de geholt, nachdem die seoline.de garnicht mehr auffindbar ist. Wenn das nicht mal ein Paradebeispiel für Double Content wird, momentan ist unter seoline-group.de und seolind.de der exakt gleiche Inhalt abzurufen…
am 26. März 2009 um 23:02
Da will ich doch mal mit meinem juristischen Wissen prahlen…(habe ich wenigstens nicht ganz umsonst studiert):
Eine e-mail zu veröffentlichen ist nur mit Einwilligung des Versenders legal (vgl. Urteil des BGH aus dem Jahre 2007). Alleine schon der Verstoss, sprich das einmalige eigenständige Abbilden ist abmahnfähig. Auch wenn der Text oben nun offensichtlich entfernt worden ist. Hat der Versender also einen Screenshot, dass die Mail bzw. deren Inhalt hier im Blog stand, kann er abmahnen. Seine Erfolgsaussichten sind unterschiedlich, denn es kommt darauf an, wo und weshalb er klagt. Beruft er sich auf sein Urheberrecht, kann es hinhauen. Beruft er sich auf vertrauliche, direkt und ausschließlich für den Empfänger bestimmte Inhalte, kommen evtl. sogar strafrechtlich relevante Punkte in Betracht (Verstoß gegen das Briefgeheimnis u.a.). Wenn jedoch erkennbar war, von wem die e-mail kam, sprich dessen Name oder gar e-mail-Adresse abgebildet war, sind die Aussichten am besten. Der Versender hätte dann einen Unterlassungsanspruch, welcher zum Ausschluß der Widerholungsgefahr dann für Dich als Blogbetreiber mit einer kostenpflichtigen Abmahnung, unter Umständen mit einer einstweiligen Verfügung und einer ganzen Menge Kosten enden kann, solltest Du die Unterlassungserklärung nicht unterschreiben.
am 26. März 2009 um 23:07
Kleiner Tip noch generell zu Blogs oder zum Bloggen: Man muss in der heutigen Zeit leider überhaupt gewaltig aufpassen, was man schreibt bzw. wo die persönliche Meinung endet und wo die (ab-)strafbare Handlung anfängt. Wenn ich zum Beispiel schreibe, Firma XY hat eine Abmahnung zurück gezogen, so muss ich exakt wissen, ob die Abmahnung juristisch wirksam mit gleicher Anerkenntnis zurück gezogen worden ist, oder ob eine Partei zum Beispiel nur gesagt hat, ich verfolge es nicht weiter (ohne Anerkenntnis). In diesem Falle wäre dann die vorliegende Aussagen ebenfalls abmahnfähig.
Zum Schluß: Streitet Euch nicht, sonst verdienen nur Anwälte Geld
am 26. März 2009 um 23:09
“Wenn ich jetzt nen Kommentar schreibe muss ich mit ner Black-Seo Attacke rechnen!” auch interessant !
Warum denn ?
am 27. März 2009 um 07:19
hallo zusammen, ich deaktivier jetzt hier die Kommentarfunktion,so leid es mir auch tut, das ist das erste Mal das ich hier keine Kommentare mehr im Blog zulasse
Ich hab auf diese ganzen Spielchen einfach keine Lust..
@Anonym: seoline.de ist noch zu finden, nur eben relativ weit unten, bzw über adwords..
@Andreas: Vielen Dank für die juristische Aufklärung. Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Ich hatte zwar seinen Namen veröffentlicht, aber er hatte in der Mail um Veröffentlichung gebeten. Ich hatte das allerdings falsch verstanden, er meinte nur die Pressemitteilung und nicht die ganze Mail.
Nach dem Hinweis hab ich dann ja auch sofort die gewünschten Teile entfernt..
Streiten wollte ich mich auch nie, aber ich habe einfach nicht das Gefühl irgendwelche Unwahrheiten ins Netz gestellt zu haben und fühle mich nicht gut irgendwelche MEinunungen zu löschen oder zensieren (hat niemand verlangt, aber so hab ich mich gefühlt..)