Verfluchte Buchpreisbindung und verfluchte Preise bei eBooks



1. März 2011

Allgemeines, iPhone und iPad

Ich bin zum einen im Moment arg viel unterwegs, und lese zum anderen sehr gerne wenn ich meine Tochter im Tragetuch durch die Wohnung trage. Da ist ein eBook auf dem iPhone eine perfekte Lösung. Ja, fast perfekt, wäre da nicht diese verfluchte Buchpreisbindung (siehe Wikipedia) und die teilweise horrenden Preise bei eBooks.

Durch diese abgrundtief bösen Preise kostet so ein digitales Buch dann einfach mal fast das Gleiche wie die gedruckte Version auf totem Holz.

Und wahrscheinlich ärgert sich nicht nur der Endabnehmer, sondern auch die Schriftsteller, verdienen sie doch, soweit ich weiss, an einem digitalen Buch das Gleich wie an der gedruckten Version, nur die Verlage freuen sich einen Ast, sind hier die Produktionskosten ja gleich Null, die Gewinne also wesentlich höher.

Und so kostet der neue Beckett bei Amazon als gebundene Ausgabe realistische 22,95 Euro, bei Apple im iBook Store dann aber unglaublich 19,99 Euro. Für ein eBook. Hallelulja..

Das nenn ich mal einen krassen Reingewinn, die Produktion kostet so gut wie gar nichts und der Gewinn muss ja unglaublich sein. Gut 30% gehen an Apple, ein bischen an den Beckett und den Rest verleibt sich der Verlag ein.

Erschwerend hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass man so ein digitales Buch eigentlich gar nicht wirklich besitzt, zumindestens kann ich es nicht an Freunde ausleihen oder wieder weiterverkaufen, zumindestens nicht legal. Das ist doch scheisse!!

Kann ja verstehen, dass die Angst haben, das mit einem wesentlich niedrigeren Preis die Buchverkäufe zurück gehen, aber sorry, thats Life, das kommt sowieso. Und wenn man mal eine anständige Kosten-Nutzen Analyse fährt, dann kann man das eBook wesentlich günstiger verkaufen, die Gewinne bleiben die gleichen, nur die Druckereien leiden natürlich.

Aber genauso wie mit den zurückgehenden CD Verkäufen, ist auch das Drucken auf totes Papier einfach irgendwann veraltet und muss einfach weniger werden. Nicht nur wegen den Bäumen, sondern ganz einfach weil so ein eBook handlicher, schneller und einfacher ist. Und das ist die Zukunft, egal ob es den Verlagen gefällt oder nicht.

Und mit den Preisen dürfen die Leute sich nicht beschweren, wenn immer mehr Leute solche Bücher illegal runterladen. Und hat sich das erstmal etabliert, dann sind auch irgendwann sinkende Preise keine Alternative mehr. Es gilt jetzt eine für alle Beteiligten sinnvolle Lösung zu finden, und nicht den eBook Markt auch noch zu verschlafen.

Warum ich mir das Buch dann doch über den iBook Store von Apple gekauft habe? Ich wollte zum einen einfach nicht auf die gedruckte Version warten, ich lese gerne auf dem iPad und dem iPhone und zumindestens im Moment noch, bezahle ich für die iBooks. Ich hätte gerne, dass der iBook Store gut funktioniert, für mich ist das eindeutig die Zukunft die mir mittlerweile gefällt, aber 20 Euro für ein eBook liegt eigentlich eindeutig über meiner Schmerzgrenze.

Was ist mit euch? Wie seht ihr das Thema, lest ihr eBooks und glaubt ihr auch, dass dies die Zukunft wird, bzw eigentlich schon ist?

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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