Tipps zum Kamerakauf



24. Juni 2011

Fotografie

Wie einige aufmerksame Leser meines Blogs vielleicht schon mitbekommen haben, versuche ich mich in meiner Freizeit gelegentlich als Hobbyfotograf. Mit meiner Spiegelreflexkamera habe ich schon viele schöne Momente eingefangen und kann mich auch noch genau an den Tag erinnern, an dem ich meine geliebte Kamera das erste Mal in den Händen hielt. Lange hatte ich auf diesen Moment gewartet und war mir im Vorfeld lange Zeit relativ unsicher, worauf ich bei der Auswahl einer Kamera überhaupt achten soll. Heute kenne ich mich auf diesem Gebiet schon ein wenig besser aus. Deswegen will ich hier nun einige Tipps geben und wichtige Kriterien herausstellen, auf die Ihr beim Kauf einer digitalen Spiegelreflexkamera achten solltet.

Genügend Zeit einplanen

Wer sich einmal die Mühe macht, die Prospekte der gro?en Elektronikmärkte zu studieren oder sich ein wenig im Angebot von Online-Anbietern umsieht, fühlt sich schnell überfordert und geradezu erschlagen von dem riesigen Angebot. Das ist aber völlig normal und geht wahrscheinlich jedem Laien ähnlich. Deswegen hier gleich mein erster Tipp: Lasst Euch Zeit mit der Entscheidung! Schließlich ist eine Digitalkamera im besten Fall eine Anschaffung fürs Leben, zumindest soll Euch die Kamera eine gewisse Zeit gute Dienste leisten. Mit zu viel Druck an die Sache heranzugehen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, letztendlich überstürzt irgendeine Kamera zu nehmen, die sich vielleicht im Nachhinein als Fehlkauf erweist. Lasst Euch deswegen mit der Entscheidung lieber etwas mehr Zeit.

Bevor Ihr einige Geräte in die engere Auswahl einbezieht, solltet Ihr Euch erstmal einen Überblick über das Angebot auf dem Markt verschaffen. Setzt Euch ein Preislimit, um die Auswahl dann ein wenig einzugrenzen. Das bewahrt Euch davor, am Ende im Affekt doch erheblich mehr auszugeben. Zudem sollten die zusätzlichen Kosten für Objektive und anderes Equipment nicht unterschätzt werden.

Da bietet es sich auch oft an mal im Bekanntenkreis rumzuhören ob es da Leute gibt mit denen man sich austauschen, oder, im Idealfall, sogar Zubehör teilen kann. Aus dem Grund hatte ich mich auf für ein Gerät entschieden, das baugleich mit dem meines Bruders ist. So können wir ab und zu mal Objektive oder anderes Zubehör tauschen.

Modelle und Anbieter vergleichen

Die Favoriten in der engeren Auswahl solltet Ihr dann ausführlicher miteinander vergleichen. Recherchiert im Internet und nutzt vor allem Testberichte zu Euren favorisierten Kameramodellen. Im Web gibt es spezielle Seiten, auf denen Testberichte aus der Fachpresse zu verschiedenen Modellen gesammelt aufgeführt werden. So braucht Ihr Euch nicht stundenlang durch das Netz klicken und in jedem Fachblatt einzeln zu recherchieren.

Guckt zusätzlich mal bei einem Online-Händler in die Kundenrezensionen, um einen besseren Eindruck über das Preis/Leistungsverhältnis zu gewinnen. Zwar sind solche Rezensionen immer subjektiv und sollten kritisch betrachtet werden, doch sie vermitteln oft ein recht authentisches Bild von der Qualität der Kamera.

Zudem rate ich dazu, Kameras vor dem Kauf im Geschäft unbedingt zu testen. Vor allem wenn das Gerät im Internet bestellt wird, sollte man es vorher am besten schon einmal in der Hand gehabt haben. Wie schwer ist die Kamera? Wie gut liegt sie in der Hand? Auch diese Aspekte sind nicht unentscheidend für den Kauf.

Dann aber steht einer langfristigen Beziehung mit euch und eurer Kamera nichts mehr im Weg. Denn wenn man nicht gerade im Geld schwimmt, dann ist so eine Spiegelreflexkamera durch den Preis ja doch eher eine langfristige Anschaffung.

Ich habe mich damals übrigens für eine Pentax K200 entschieden. Mir gefiel das Modell, das Handling und die Tatsache, dass die Kamera nicht bei jedem Wassertropfen oder Staubpartikel in die Knie geht. Und mein Bruder hat die gleiche Kamera, da kann ich mir ab und zu Objektive ausleihen.

Und ihr so? Wofür habt ihr euch entschieden, und was war euch bei der Auswahl wichtig?

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About Matthias

P.S.: Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Matthias und ich schreibe hier nun schon seit 2007 mit viel Spass. Du kannst mich zusätzlich auch auf Google+ erreichen, aber noch mehr freue ich mich über einen Austausch per Kommentar.

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29 Antworten zu “Tipps zum Kamerakauf”

  1. Richard Sagt:

    Hey Danke,

    ich mache auch so, erstma Testberichte im Internet anschauen und dann erst kaufen! Klar die Kameras sind doch nicht billig, und man muss schon auf Quallität achten!

  2. XY Sagt:

    Ich habe mich damals (2009) kräftig im Netz informiert. Ist schließlich eine teure Sache. DSLR sollte es in jedem Fall sein, wenn man das Optimum an Qualität rausholen will.

    Doch dabei sollte man mindestens 4 oder 5 gute Berichte über die „Kamera seiner Träume“ lesen, bevor man zuschlägt. Es kommt gerne mal vor, dass „gesponsorte“ Artikel durch’s Netz geistern :-).

  3. thomas Sagt:

    Also ich habe mich vor langer Zeit für eine Canon entschieden, da ich vorher schon mit einer analogen SLR zufrieden war.
    Und so teuer war sie zum Glück nicht, es war die Zeit der Rückwärtsauktionen und ähnlichem.
    Gegen Points konnte man den aktuellen Preis aufdecken und aus einer Aktion hatte ich kostenlos einige dieser Points.

    Der Preis war zwar noch deutlich dreistellig, doch ich konnte mich nicht beklagen.
    Mittlerweile hat die Kamera eine „EOS 400D“ aber schon einige Jahre auf dem Buckel.

  4. Marco Sagt:

    Ich habe einen Freund gefragt, welche Kamera er empfiehlt. Gesagt, getan. Die D90 war eine sehr gute Wahl, wobei ich sie sicherlich nur zu einem Bruchteil ausnutze.
    Die zweite Wahl sind übrigens (Amazon-)Testberichte. Hier studiere ich auch oft längere Zeit, welche Pro und Cons ein Gerät hat.

  5. Harry Sagt:

    Ende 2007 habe ich mir vor meiner ersten Asienreise erstmals eine digitale Spiegelreflex-Kamera gekauft und mich damals für die Nikon D80 mit einem guten Nikon-Objektiv entschieden. Rund 20.000 Fotos später kann ich sagen, das war eine gute Entscheidung! Aktuell überlege ich, ob ich auf die D90 gehe, da diese auch in HD filmen kann – auch wenn sie keinen Autofokus hat – und eine noch bessere Auflösung hat.

  6. Marcel von BAB Sagt:

    Also man sollte ja meinen dass bei gleichem Preis ungefähr gleiche Qualität heraus kommt – ist aber dann oft nicht so wenn man detailiert recherchiert. Erfahrungsberichte auf Amazon sind nicht schlecht. Ich gehe aber auch gern in Blogs die sich mit der jeweiligen Thematik beschäftigen. Da kriegt man oft nicht nur Tipps was wofür gut ist, sondern meist auch noch ein paar Kniffe für die Anwendung in der Praxis mit auf den Weg. Manchmal frage ich dann auch geziehlt nach. Die meisten antworten sehr freundlich und teilen Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen. Ist übrigens `ne Canon EOS 60D geworden.

  7. Timo Sagt:

    Ich fand das Thema auch sehr undurchsichtig als ich mich vor 2 Jahren in etwa auf die Suche gemacht habe.

    Ich bin dann bei der Canon EOS 450D gelandet. Außerdem habe ich mir dank diversen Blogs und Foren noch das Canon 70-300mm IS Objektiv gekauft.

    War aber schon sehr Hilfreich auf so viele Erfahrungen im Netz zurückgreifen zu können.

  8. Lene Sagt:

    Objektive tauschen ist eine echt klasse Idee!! Bin schon seit längerem auf der Suche, aber jetzt werd ich mich wohl erst einmal in meinem Freundeskreis umhören, was es da so gibt und wer unter Umständen zum Tauschen bereit wäre =)

  9. Jörg Sagt:

    Ich bin mit der 300D von Canon gestartet und über die 20D jetzt bei der 40D angekommen.
    Um mich über die DSLR von Canon zu informieren nutze ich http://www.traumflieger.de. Zweite gute Quelle für Infos ist das http://www.dslr-forum.de/.
    Heutzutage nehmen sich die die verschiedenen Hersteller nicht viel. Letztendlich bleibt man meist der Marke treu, weil die Objektive ein nicht unbeträchtlicher Kostenfaktor sind. 😉

  10. Sten Sagt:

    Ich überlege schon seit Jahren meine Kompakte gegen eine DSLR auszutauschen. Schließlich kann man Schnappschüsse auch mit einem Handy machen und Fotos die toll aussehen, schafft man eher per Spiegelreflex. Was mich bisher abhält ist die Einarbeitung in die Bedienung verbunden mit den Fachbegriffen. Bei der Kompakten wählt man ein Programm und Knipps! Wie schwierig ist es denn, den Umgang mit einer DSLR Kamera zu erlernen?

  11. Flo Sagt:

    Also auch wenn das der „falsche“ Beitrag ist, Glückwunsch zum OnlineStar 2011. Sonst wäre ich hier gar nicht erst gelandet.

    Aber hier möchte ich kurz meinen Senf dazu geben.

    @Sten: Schon mal über eine Systemkamera nachgedacht? So ein Bridgemodell wie z.b. die Sony NEX5? Das ist aktuell meine Kamera, ich habe jahrelang nur „geknippst“ mit der Sony fotografiere ich wieder „richtig“.

    Für mich war auch die Frage, DSLR oder nicht und im Prinzip ist die NEX5 ja technisch (Chip) eine DSLR nur ohne den Spiegel und daher deutlich kompakter. Im Vergleichstest lag sie knapp vor einer vergleichbaren DSLR von Sony und mir macht sie einfach richtig Spaß.

  12. Andreas Edler Sagt:

    Also ich les mir schon auch mehrere Testberichte durch aber ich fotografiere relativ viel und mir ist daher auch wichtig wie die Kamera in da Hand liegt – also ab ins nächste Geschäft und mal testen.

  13. Typo3 Freak Sagt:

    Im Internet informieren – im Geschäft testen und dann im Internet kaufen 😉 – ist etwas fies – aber man kann so einige Euro sparen.

    Grüße

  14. Uwe Sagt:

    Hallo, das Wichtigste ist meiner Meinung nach die Info im Internet und klar zu definieren, welche Ansprüche man hat. Dann ab in den Elektronikmarkt und anschauen. Bestellt werden kann dann übers Internet, denn dort gibt es doch oft Preisschnäppchen. In jedem Fall vermeide ich so gut es geht den Kontakt mit dem Verkäufer 😉 Grüße Uwe

  15. Andy Sagt:

    Da ich aktuell mich auch mal wieder anderweitg in Sachen Kamera umschauen, fand ich deinen Artikel dazu hilfreich. Ich denke ohne DSl geht heute nichts mehr.

  16. Heinrich Sagt:

    Hallo,
    Ich habe mir vor längerer Zeit schon eine Sony alpha 100 gekauft. Und im Prinzip bin ich damit auch heute immer noch zufrieden. Sie ist sehr robust, macht immer noch gute Bilder und hat den riesen Vorteil, dass man auch Objektive anderer Hersteller verwenden kann, als nur die „Hausmarke“.
    Das war auch für mich einer der Hauptgründe damals dafür, mich für eine Sony zu entscheiden.
    Allerdings bin ich im Moment wieder am überlegen, mir doch was neues anzuschaffen. Da neue Kameras in meinen Augen 2 große Vorteile meines gegenüber haben. Zum einen das zum Teil deutlich niedigere Gewicht, zum anderen die sehr viel kürze Auslöserzeit.
    Aber leider muss ich feststellen, dass es mitlerweile noch schwerer ist, sich für die „richtige“ Kamera zu entscheiden, als es das noch vor ein paar Jahren war! Da es heute nicht mehr nur die Frage des Herstellers sondern dort auch nochmal des richtigen Modells ist!

  17. Lisa Sagt:

    Es gibt auch einschlägige Fotografie-Foren, wo man sich informieren kann. Da kann man Informationen Ende nie sammeln … Ich habe mir letztens meine zweite Nikon gekauft, nachdem ich mir zig Testbilder im Internet angesehen habe.

  18. Steffi Sagt:

    Ich überlege auch schon länger, mir eine Spiegelreflexkamera zu holen. Das nötige Kleingeld hierfür fehlte bisher nur, aber bald steht auch der Geburtstag vor der Tür 🙂 …vielleicht klappt es ja dann!? ❗

  19. Gregory Sagt:

    Vllt noch ein Tipp am Rande.

    Ich würde mir jemanden Suchen, dessen Bilder mir total gut gefallen und bei denen ich weiss, dass ich in die Richtung fotografieren will, dann würde ich Ihn nach seiner Kamera fragen.

    Grüße

  20. Christian von Textil One Sagt:

    Hi,

    ich habe mir letzte Woche eine Nikon D5100 zugelegt. Die Kamera kann ich echt empfehlen. Habe mich dazu von Chip.de beeiflussen lassen. Ein interessantes Ranking bis 1000€ gibt es dazu auf http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-DSLR-bis-1.000-Euro–index/index/id/968/

    Grüße

  21. Stefanie Szillat Sagt:

    Als ich vor ein paar Jahren mit dem Fotografieren angefangen hatte und nicht wusste welche Kamera es sein sollte, war mir die Meinung meiner Freunde das Wichtigste. (Die schon länger digital fotografierten.)

    Ich hatte keinen blassen Dunst auf was ich zu achten hatte, geschweige denn wusste ich was es mit Megapixeln, ISO oder dergleichen auf sich hatte.
    Ich war so naiv zu glauben, dass ich wenn ich Bilder sah, die mir gefielen nur die selbe Kamera kaufen müsste und schon könnte ich auch solchen Bilder „zaubern“. ➡

    Heute weiß ich, das dem nicht so ist und trotzdem war mir die Hilfe eines sehr guten Freundes bei der Auswahl das Wichtigste.
    Ich hab ihm vertraut und alles weitere kam dann mit der Zeit.

    Ach und es wurde dann übrigens eine Canon 450D, die ich immer noch in Ehren halte.
    Auch wenn sie jetzt ein kleines Schattendasein fristet.
    Aber meine 5D Mark II ist halt dann doch mittlerweile die erste Wahl.

    Und was man mit der Zeit auch lernt:
    Der Body ist wichtig aber die Magie kommt meistens von den Objektiven. 😉

    In diesem Sinne noch ein schönes Wochenende.

  22. Roland Sagt:

    Ich fotografiere mit einer Canon EOS 600D. Ist für meine Zwecke vollkommen ausreichend.

    Anfangs dachte ich auch, das einfach drauflos knipsen genügt. Aber es steckt doch mehr dahinter als vermutet. Inzwischen gelingen mir ja schon einige gute Aufnahmen.

    Vielleicht könntest du auf deinem Blog ja mehr das Thema Fotografie anschneiden. Würde sicher viele Leser interessieren.

    Liebe Grüße

  23. Alexander Sagt:

    Was mir im Artikel fehlt ist der Hinweis auf die Nutzung der Kamera. Eine Kameraauswahl ist für mich immer sehr abhängig davon was ich damit fotografieren will. Muss sie besonders schnell sein weil ich Sportfotografie mache oder muß sie besonders leise sein weil ich Theaterfotograf bin etc…

    Danach würde ich meine Kamera auswählen und weniger nach Testberichten – denn alle Kameras sind heutzutage auf einem sehr hohen Niveau ….

  24. Sven Jakobsen Sagt:

    Hi, gut geschriebener Artikel über das Abendteuer Kamerakauf. Ich werde ihn meinen Fotokursteilnehmern empfehlen.
    Ich gebe Fotokurse in Hamburg, Hannover und Bremen wer Interesse hat:
    http://neue-perspektiven-fotoworkshops.de/
    Gruß Sven
    PS: Vielleicht trifft mann sich ja mal auf einem meiner Fotoworkshops oder Fototouren durch die Hafencity

  25. Lars Lehmann Sagt:

    Also ich finde es wichtig sich die Frage zu stellen :
    Was kann und will man mit der Kamera machen und wieviel darf und kann ich dafür bezahlen !
    Dann helfen natürlich kompetente Verkäufer und Testzeitschriften dabei weiter.
    Ich habe schon lange eine alte Sony Cybershot .Ich finde Sie vollkommend ausreichen für meine zwecke .Mache Hauptsächlich Fotos für Details.

  26. Norbert Sagt:

    Beim Kamerakauf ist man bei Chip.de und Stiftung Warentest an der richtigen Adresse. Kaufen würde ich dann warscheinlich beim großen Online-Auktionshaus.

  27. Giovanni Sagt:

    Erst mit der Möglichkeit der Digitaltechnik, und angefangen mit einer einfachen IXUS 70, habe ich mich der Fotografie gewidmet. Entgegen aller Ratschläge, habe ich mich kürzlich entschlossen, eine gebrauchte Nikon D50 anzuschaffen. Und ich finde sie für meine Bedürfnisse völlig ausreichend, trotz geringer Pixel-Anzahl. Seit letzter Woche läuft Photoshop Elements 11. Ein tolles Programm.

  28. Rico Sagt:

    Ich habe vor 2 Jahren von Pentax auf Canon (600D) gewechselt. Der Grund für die Entscheidung liegt einfach in der riesigen Auswahl an Objektiven und anderem Zubehör. Außerdem wird es die Firma Canon noch ein paar Jahre geben. Insgesamt bin ich zufrieden. Im Endeffekt ist das Equipment aber gar nicht soo wichtig. Die eigene Kreativität spielt eine wesentlich größere Rolle.

  29. Ruedi Sagt:

    Du hast da was von lebenslang geschrieben, ganz zu Anfang. Dazu mein 😈 😮 und eine Geschichte: Ich werde dieses Jahr 65, und hab mit 14 intensiv zu fotografieren begonnen. Mit einer Edixa (Schraubgewinde-Wechselobjektive, Belichtungsmesser zwar eingebaut, aber in keiner Weise gekoppelt). Die Firma gab bald ihren Geist auf, aber ich konnte noch leicht wechseln und meine Objektive weiterverwenden, weil die meisten das selbe Gewinde hatten. Es wurde dann eine Mamiya, als die Lichtmessung durch die Optik und eine Koppelung an den Blendenring eine neue nahelegten … . Dann kamen Belichtungs-Halbautomatiken, Gewinde waren nicht mehr gut genug dafür, also Bajonette – natürlich die meisten je ein anderes – und TTL-Blitzmessung und Steuerung – auch da, bei jedem eine Spur anders und mit anderen Steuerungskontakten. Ich entschloss mich für das Contax-Yashica-System (und fast all mein vorhandenes Zeug wurde unbrauchbar). Ein paar Jahre später wurden raffinierte Blitz- und Belichtungsautomatiken echt tauglich, aber Contax-Yashica zog einfach nicht mit. So behielt ich diese unterdessen aufgebaute Ausrüstung für Blitzfotografie, und kaufte die für meine Zwecke fortgeschrittenste Mamiya ZE-X für Available Light Fotografie. Wiederum ein paar Jahre später hörten sowohl Contax-Yashica mit ihrem Mitmachen im Kleinbild-Markt auf, nachdem beide bei Autofokus zu spät oder gar nicht mithielten und hoffnungslos hintendrein waren. Ich wechselte zukunftsorientiert – so dachte ich – auf Pentax, diesmal einen der ganz grossen. Wie es dann mit der Digital-Fotografie losging, hätt ich mir am liebsten in den Hintern gebissen für meine Wahl. Pentax war glaube ich einer der letzten, der da eine Kamera bot, und hielt seither am schlechtesten mit. Lobenswert einzig, dass sie ihr K-Bajonett über all die Jahre seit dem ersten beibehielten, aber bei allem anderen war es nun immer so, dass Canon und Nikon Dinge boten, die mir ein neues Gehäuse wert gewesen wären, die Pentax aber erst deutlich später bot. Ich blieb trotzdem dabei, aber ich warte immer noch auf eine Pentax mit schwenk- oder wenigstens kippbarem Display. – Relativ glücklich war ich mit meinem Pentax-System nur kürzlich, als mir ihr Flop-Gehäuse, die K-01, mit meinen Star-operierten Augen entgegenkam (Sucherbenutzung ist für mich nur noch für Notfälle nützlich, sonst viel zu mühsam) und ich diese Box, weil Flop auf dem Markt, zu einem Spott-Preis passend zu meiner Ausrüstung erwerben konnte. Aber ich hätt gern das Doppelte oder Dreifache bezahlt, wenn sie ein schwenkbares Display gehabt hätte. Wär dies nicht gerade im passendsten Moment passiert, mich für etwa 200 Euro mit einem zwar fern von idealen, aber immerhin tragbaren (für mich funktionierenden) Gehäuse versorgen zu können, hätt ich mein ganzes bestehendes Zeug in den Wind (resp. in die Bucht) geschlagen und auf Canon oder Nikon gewechselt, wo es besseres Zeug für meine Probleme und Bedürfnisse gibt, nur hätt ich dann alles komplett neu kaufen müssen. – Kurze Moral von der langen Geschicht: Ich würd, heute neu, nur noch auf Canon oder Nikon setzen. Die Verankerung im Markt und dass der Hersteller nützliche Neuerungen in einer gewissen Modellbreite wirklich mitmacht, ist das wichtigste, wenn man „lebenslang“ eine Kamera, oder wenigstens ein System oder Teile davon, benützen will. Dafür bieten zwar auch Canon und Nikon keine Garantie, aber die Chance ist am grössten. Das hätt ich schon in den späten Achtzigern (Autofocus) oder den frühen 2000ern (Digital) merken können und hätt mich nicht wegen einiger kleiner Präferenzen (oder war es sogar nur ein Preisvorteil? – weiss ich nicht mehr) zum Entscheid für den kleinsten der drei, Pentax, resp. dafür, auf Pentax zu warten, hinreissen lassen sollen. – Hinterher ist man immer klüger – aber vielleicht bringt meine Geschichte den einen oder anderen Einsteiger, dem lebenslanges Wachstum seines zukünftigen Systems nicht völlig egal ist, zum Bedenken DIESER Wichtigkeit vor dem Kauf.

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